| Therapeutische Pflege |
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| Herz - Kreislauf - Störungen |
Allgemeine Hinweise
Therapien gegen Krebs der Herz - Kreislauf - Systems sind an anderer Stelle dieser Site berücksichtigt [6]. Zum Vorgehen bei der Suche nach Informationsquellen zu einem Thema und zur Beschaffung von deren Inhalten sei auf eine andere Site verwiesen [7]. Informationen zum Thema "Praktische medizinische Untersuchungen" sind ebenfalls dort zu finden.
Adressen
Hochdruckliga. Internet: http://www.paritaet.org/hochdruckliga
Erkennung akuter Störungen der Herz - Funktion
Da akute Herz - Störungen schnell lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können, sollte beim Auftreten entsprechender Symptome schnellstmöglich ärztliche Hilfe gesucht werden.
Symptome einer akuten Herz - Störung
Anzeichen einer akuten, lebensbedrohlichen Entgleisung des Herzrhythmus können sein subjektives Empfinden abnormer Herz - Tätigkeit (Herz - Palpitationen), Benommenheit und abnehmendes Bewusstsein.
Herzinfarkt - Warnzeichen bei Frauen: Übelkeit, Brechreiz, Schmerzen in Nacken und Hals, Müdigkeit, Atemnot. Aber auch Symptome wie bei Männern möglich.
Herzinfarkt - Warnzeichen bei Männern: Enge - Gefühl in der Brust, Schmerzen im linken Arm.
Notfall - Maßnahmen bei Herz - Störungen
Bei plötzlich einsetzender Bewusstlosigkeit eines Menschen wird Ersthelfer/inne/n folgendes Vorgehen zur Reanimation empfohlen [1][2][8][10]:
Erste Hilfe bei Kreislauf - Versagen
Untersuchung auf Bewusstlosigkeit: Betroffene/n ansprechen, fest anfassen. Falls keine Reaktion, in vorderen Teil der Nasenscheidewand kneifen oder mit den Fingerrücken über das Brustbein reiben. Falls keine Reaktion, Bewusstlosse/n mit dem Rücken auf eine feste Unterlage, z. B. Fußboden, legen und weitere Personen herbeirufen.
Freimachen des Atemwegs: Kopf mit beiden Händen an Stirn und Kinn anfassen und vorsichtig nach hinten überstrecken, bei Kindern unter 1 Jahr nur Kinn leicht anheben. Gegebenenfalls Fremdkörper, Schleim oder Erbrochenes aus Mundhöhle und Nasengängen entfernen.
Untersuchung auf Atmung und Kreislauf: Hierfür nur wenige Sekunden aufwenden: Mit Ohr vor Nase und geöffnetem Mund nach Atem - Geräuschen horchen, mit Wange nach Atem - Luftstrom fühlen, auf Bewegung des Brustkorbs achten, schwache Schnappatmung gilt nicht als normal. Sind weitere Helfer/innen anwesend, können diese parallel dazu versuchen, den Puls der Halsschlagader zu tasten.
Notruf: Fehlen Bewegungsreaktionen, Atmung und Puls von weiteren Helfer/inne/n notärztliche Hilfe über Notrufnummer anfordern lassen. Ist ein/e Helfer/in alleine, zunächst 1 Minute Reanimation versuchen, siehe unten, dann Notruf absetzen. Ausnahme: Erleidet ein Kind in Gegenwart der/des Helfenden einen Kreislauf - Stillstand, sofort notärztliche Hilfe anfordern wegen Verdacht auf Herzrhythmus - Störung. Innerhalb der Europäischen Union ist die Notruf - Nummer:
112
Suche nach Defibrillator: Von weiteren Helfer/inne/n nach Defibrillator (Defi) zum Stoppen eines eventuellen Kammerflimmerns suchen lassen, zum Beispiel in Bahnhöfen oder Kaufhäusern. Bei einem halbautomatischen Gerät ist eine in dessen Bedienung geschulte Person notwendig. Ein Defi ist bei Kindern ab dem Alter von 1 Jahr einsetzbar, wenn möglich in speziellem Kinder - Modus, zur Not auch im Erwachsenen - Modus. Zu Rhythmisierung ohne Gerät siehe unten.
Wiederbelebungsversuch bei erwachsenem Menschen: Oberkörper frei machen, notfalls Kleider zerreisen, und auf Atmung und Puls testen, Atemwege frei machen, siehe oben. Dann seitlich daneben kniend eine Hand mit Ballen auf Brust - Mitte setzen, andere Hand obendrauf legen, Arme gerade durchstrecken. Unterstützt vom eigenen Körper - Gewicht, Brustkorb etwa 2 mal pro Sekunde 4 bis 5 cm tief eindrücken, 30 mal wiederholen, nach jedem Drücken Brustkorb vollständig entlasten. Danach Kopf mit beiden Händen an Stirn und Kinn fassen und nach hinten überstrecken. Beatmung über Mund: Diesen öffnen, mit eigenem Mund umschließen, Nasenflügel der/des Betroffenen zusammendrücken und 2 mal jeweils 1 Sekunde Atemluft in deren/dessen Lunge drücken. Beatmung über Nase: Kopf - Lagerung wie oben, Mund der/des Betroffenen schließen, Nase mit eigenem Mund umschließen und beatmen wie oben. Erfolgreiche Luft - Zufuhr ist an leichtem Heben des Brustkorbs erkennbar. Bei Anwesenheit mehrerer Helfer sollten diese sich bei den Reanimationsversuchen abwechseln.
Wiederbelebungsversuch bei Kindern: Höchstens 10 Sekunden auf Atmung und Puls testen. Dann Atemwege freimachen, siehe oben, Kinn leicht anheben ohne es zu überstrecken und zunächst 5 mal Atem - Spende geben durch den Mund unter Verschluss der Nase. Erwachsene dürfen wegen der kleineren Lunge eines Kindes nur einen Teil ihres Lungen - Volumens spenden. Bleibt danach Eigenatmung aus, weiter wie folgt: Ist nur 1 Helfer/in anwesend, sollte diese/r 30 Herzdruck - Massagen und 2 Atemstöße geben. 2 Helfer geben Beides im Verhältnis 15 zu 2. Dabei Handballen mitten auf eine gedachte Verbindungslinie zwischen den Brustwarzen aufsetzen und fest in Richtung Wirbelsäule drücken, etwa 3 mal in 2 Sekunden.
Reanimation von Säuglingen: Herzdruck - Massage nur mit 2 Fingern geben, 3 mal Herz - Druck plus 1 mal Atem - Spende, diese wegen des kleinen Gesichts der Kinder über Nase und Mund gleichzeitig.
Gegen Hemmungen vor intensivem Kontakt mit fremden Bewusstlosen und Infektionsrisiken bei Reanimationsversuchen wird ständiges Mitführen speziell zu diesem Zweck erhältlicher Schutzfolien empfohlen [3]. Bei häufigem Kontakt mit für Herz - Versagen Anfälligen kann auch das Mitführen einer Beatmungsmaske und einer kleinen, Hand - betriebenen Absaugpumpe hilfreich sein [4].
Behebung von Dysrhythmien ohne Defibrillator [5]
Noch bewusste/r Patient/in: Einatmen und anschließendes kräftiges Husten kann den Herzrhythmus normalisieren; bei Erfolglosigkeit wiederholen. Etwa 60 mal Einatmen und Husten / Minute kann eine der oben beschriebenen Reanimation vergleichbare Wirkung haben. Eine Wirksamkeit ist für die Dauer von 90 Sekunden belegt; in Einzelfällen wurde dieses Vorgehen bis zu 5 Minuten lang praktiziert.
Alternativ kann die/der Patient/in bei Fehlen von Helfer/inne/n sich durch Faustschlag auf seine Brust wie unten beschrieben zu helfen versuchen.
Bewusstlose/r Patient/in: Innerhalb maximal 1 Minute nach Eintritt einer Bewusstlosigkeit kann ein/e Helfer/in durch einen Faustschlag auf die Brust versuchen, eine Herzrhythmusstörung zu beheben. Hierzu wird mit der geschlossenen Faust aus einer Höhe von 15 bis 20 cm auf das Brustbein geschlagen; bei Erfolglosigkeit einen zweiten, festeren Schlag versetzen.
Störungen des Blut - Kreislaufs
Abnorme Verringerung des Blutflusses in den Blutgefäßen kann viele verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel Thrombose, Embolie, Arteriosklerose, Venenschwäche, Gefäßmuskel - Krampf, Herzschwäche, Lungenleiden, Blut - Eindickung, Bewegungsarmut, einengende Kleidung. Angst - Gefühle bewirken eine erhöhte Neigung zur Blut - Gerinnung und eine Hemmung der Auflösung von Blut - Gerinnseln [9]. Die Werte der betreffenden Kenngrößen blieben zwar bei untersuchten Angst - Patient/inn/en im Normalbereich. Doch könnten im Zusammenwirken mit zum Beispiel oben genannten Störungen Angst - verursachende Eindrücke die Bildung von Thrombosen oder Embolien begünstigen.
Eine im 1. Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts auch in medizinischen Fachkreisen anscheinend noch nicht allgemein bekannte Störung ist das intraabdominelle, synonym abdominelle, Kompartment - Syndrom (IAK beziehungsweise AKS), abgeleitet vom englischen Wort compartment für einen abgegrenzten Bereich innerhalb des Körpers. Ein Kompartment - Syndrom (KS) allgemein kann auftreten, wenn innerhalb eines steifen Gewebsmantels liegende Organe und Gewebe einem solchen Druck ausgesetzt werden, dass Blut wegen des relativ hohen Druckes innerhalb von Arterien zwar in den betroffenen Bereich einströmen, durch Kompression der Venen mit relativ niedrigem Innendruck aber kaum abfließen kann. Am häufigsten tritt ein KS an einem Unterarm oder an einem Unterschenkel auf nach Unfall - bedingter äußerer Kompression eines Körperteils oder nach Druck - Zunahme innerhalb eines Kompartments durch ein Ödem oder einen Bluterguss. Eine Blutung in den vom Bauchfell (Peritoneum) umschlossenen Bereich kann ein AKS verursachen, in dessen Verlauf die innerhalb des Bauchfells liegenden Organe infolge Mangeldurchblutung geschädigt werden. Symptomatisch macht sich ein AKS durch zunehmenden Schmerz und Zeichen der Schädigung von Nieren, Leber, Magen, Milz, Darm und Bauchspeicheldrüse bemerkbar. Weitere Folgen sind Gehirn - Ödem, Minderbelüftung der Lungen und Überlastung des zu verstärkter Pumpleistung gezwungenen Herzes. Treten die genannten Symptome nach einer einer Operation in der Bauchhöhle auf, sollte der Bauchinnendruck mittels Magensonde oder Harnröhrenkatheter gemessen werden. Ein abnorm hoher Druck weist auf ein AKS hin. Zudem sollte mit Bild - gebenden Verfahren nach einer Blutung gesucht werden, auf die auch ein Blutbild hinweisen kann. [11]
Bibliographie
Die verlorene Kunst des Heilens. Lown, B. Verlag Schattauer: Stuttgart 2002. [Alleine durch verstörend wirkende Erlebnisse kann ein Herzversagen provoziert, durch Optimismus - erzeugende Eindrücke ein drohendes abgewendet werden.]
Patienten messen ihre Blutgerinnung. Klar, H. G. / Leo - Gröning, I. Veröffentlicht im Internet: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/ fileadmin/pza/2004-29/titel.htm [Selbstkontrolle der Blutgerinnung kann zur Vorbeugung von Schlaganfällen durch Blutgerinnsel oder Blutungen beitragen.]
Kohlendioxid macht Beatmung schonender. ddp. In: Nassauische Neue Presse 09. Juni 2007: KuS 14. [Inhalation von reinem Sauerstoff zur Verbesserung der Versorgung von minderdurchblutetem Gewebe kann zu Überaktivität des Gehirns, gesteigerter Herz - Frequenz, beschleunigter Atmung mit Folge verringerten Kohlenstoffdioxid - Gehaltes im Blut und dadurch bedingter Verengung der Blut - Gefäße führen.; ein Zusatz von 5 Prozent Kohlenstoffdioxid zum Sauerstoff unterdrückt diese Nebenwirkungen.]
Vitalmikroskopische und reflexionsspektrometrische Untersuchungen an Patienten mit chronisch entzündlichen Gelenkerkrankungen zur therapeutischen Wirkung bestimmter pulsierender Magnetfelder. Klopp, R. In: Orthopädische Praxis 2004; (Sonderausgabe): 192. [Experimentell konnte die Normalisierung des gestörten Flusses in einem Blutgefäß nach Einwirkung eines gepulsten Magnetfeldes gezeigt werden.]
Risiko Schreibtischarbeit. N. N. In: Öko-Test August 2007; (8): 70. [Das Risiko für eine Beinvenenthrombose wird schon durch längeres beengtes Sitzen stark erhöht. Anm. des Bearb.: Daher sollten Pflegebedürftige zu Eigenbewegungen angehalten werden oder passiv bewegt werden, wobei aber kein Druck auf Blutgefäße ausgeübt werden sollte, da hierdurch arteriosklerotische Plaques mobilisiert werden können, was Embolie zur Folge haben kann.]
Aufpassen / Ibuprofen und ASS. In: test 2007; (12): 89. [Beide Wirkstoffe sollten nicht zeitgleich eingenommen werden, da Ibuprofen die Anti - Thrombose - Wirkung von ASS (Acetylsalicylsäure verrmindert. Ibuprofen sollte daher ½ Stunde nach oder 8 Stunden vor ASS eingenommen werden. Als Alternative zu Ibuprofen wird Diclofenac empfohlen.]
Lavendel beruhigt und lindert Schmerzen. Bracht, P. In: Nassauische Neue Presse 25.02.2008: 3. [Blutdruck - senkend sollen Lavendelblüten - Bäder, - Tee und Einreibung mit Lavendelblüten - Öl, gebunden in Olivenöl, wirken. Anm. des Bearb.: Bei der Wahl von Lavendelblüten - Produkten sollte als Qualitätskriterium auf eine möglichst große Ähnlichkeit deren Duftes mit dem frischer Lavendelblüten geachtet werden. Hier gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Erzeugnissen.]
Ruhige Musik lässt hohen Blutdruck sinken. In: Ärztliche Praxis. Veröffentlicht im Internet am 16.05.2008 [Zugang erfordert Registrierung]: http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_allgemeinmedizin_hypertonie_hypertonie_121094337204.htm&n=1 [Nach einer Studie von A. Ferrari sank leicht erhöhter systolischer Blutdruck unter täglichem, 30 Minuten langem Hören von Musik --- hier klassischer keltischer oder indischer (Raga), die als rhythmisch und gleichförmig charakterisiert wird --- und gleichzeitigen langsamen Bauchatemübungen im Mittel um 3,2 nach einer und um 4,4 mm Hg nach vier Wochen im Vergleich zur Kontrollgruppe. Keine Korrelation zeigte sich mit der Herzfrequenz.]
Zahnhygiene wichtig für das Herz. In: Nassauische Neue Presse 22. August 2008: KuS 8. [Beim Ziehen von Zähnen, aber auch bei deren Reinigung, gelangen Bakterien der Mund - Flora ins Blutgefäßsystem. Dort wird ihre maximale Konzentration nach 5 Minuten erreicht, ihr Verschwinden bemötigt 20 bis 60 Minuten. Besonders Menschen mit Herz - Störungen sollten auf regelmäßige Zahn - Reinigung achten.]
Excessive body iron stores are not associated with risk of coronary heart disease in women. Sun, Q. / et al. In: The Journal of Nutrition 2008; 138: 2436 - 2441. [Eine früher bei Männern in Finnland festgestellte positive Korrelation zwischen der im Körper gespeicherten Menge an Eisen (Fe) und dem Risiko, an Koronarer Herz - Krankheit (KHK) zu erkranken, wurde in Studien an anderen Bevölkerungsgruppen nicht gefunden. In der vorliegenden, 9 Jahre dauernden Studie wurde bei Frauen mit und ohne KHK, beide Gruppen vergleichbar bezüglich Alter, Rauch- und Diätgewohnheiten, kein signifikanter Unterschied der Fe - Depot - Marker Ferritin und Verhältnis Löslicher Transferrin - Rezeptor / Ferritin gefunden.]
Gebrochenes Herz nach TV-Explosion. Joerg, L. / et al. In: Schweiz. Med. Forum 2009; 9 (12): 251 - 252. Veröffentlicht auch im Internet: http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2009/2009-12/2009-12-270.PDF [Differentialdiagnose einer Herz - Attacke nach einem Psychotrauma.]
Zerebrale Mikroblutungen bei ASS-Therapie. In: Ärztliche Praxis, Internet - Ausgabe. Veröffentlicht am 15.04.2009 unter der Adresse [Zugang erfordert Registrierung]: http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_allgemeinmedizin_herzkreislauf_antikoagulantien_123979545344.htm [Nach einer Studie des Teams um Meike Vernooij, Erasmus MC University Medical Center in Rotterdam, erhöhen Thrombozytenaggregationshemmer (TAH), das Risiko von Mikroblutungen im Gehirn, die mittels Magnetresonanz - Tomographie diagnostiziert wurden. Bei Acetylsalicylsäure traten die Blutungen vor Allem in frontalen lobulären Regionen auf. Bei anderen Arten von Gerinnungshemmern fehlte diese Wirkung. Dennoch sollten die Vorteile von TAH gegen solche Nebenwirkungen abgewogen werden. Bei manchen Störungen wie zum Beispiel einer Amyloid - Angiopathie sollte allerdings auf andere Mittel ausgewichen werden. Original - Publikation in: Archives of Neurology 2009; 66.]
Herzzellen können sich doch erneuern. In: Ärztliche Praxis, Internet - Ausgabe. Veröffentlicht am 03.04.2009 unter der Adresse [Zugang erfordert Registrierung]: http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_allgemeinmedizin_herzkreislauf_herzzellen_123875157716.htm [Ein Team um den Kardiologen Olaf Bergmann am Karolinska - Institut in Stockholm ermittelte das Alter menschlicher Herzmuskel - Zellen (Cardiomyocyten) aus der Zerfallsrate des aus Atombomben - Tests stammenden radioaktiven Isotops C-14 und dessen Konzentration in diesen Zellen bei vor und nach dem Ende oberirdischer Bombentests 1963 Geborenen. Es zeigte sich, dass auch Erwachsene derartige Zellen neu bilden können. Als jährliche Regenerationsrate wurde bei 25-Jährigen 1 Prozent, bei 75-Jährigen 0,45 Prozent gefunden. Link zur Original - Publikation in Science 2009; 324: 98 - 102: http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/324/5923/98]
Schrittmacher drückt die Werte. In: Bild der Wissenschaft 2009; (6): 40 - 41 [Durch künstliche elektrischer Reizung (Stimulation) der Blutdrucksensor - Nerven (Baro - Rezeptoren) in beiden Halsschlagadern kann der Blutdruck gesenkt werden auch bei Menschen, die auf Blutdruck - senkende Arzneimittel zu schwach reagieren. Die Baro - Rezeptoren registrieren den Druck über die Dehnung der Adern. Ein unter dem Schlüsselbein implantierter Schrittmacher stimuliert die Rezeptoren und täuscht dem Gehirn so erhöhten Blutdruck vor, das daraufhin veranlasst, den Druck zu senken durch Entspannung der Blutgefäß - Muskeln, Senkung der Puls - Rate und verstärkte Ausscheidung von Flüssigkeit über die Nieren. 2009 wird diese Methode in Deutschland am Studienzentrum für Nieren- und Hochdruckerkrankungen an der Medizinischen Hochschule Hannover im Rahmen einer Pilot - Studie praktiziert. Kontakt: Dr. med. Jan Menne, Medizinische Hochschule Hannover, Abteilung Nephrologie, Carl Neuberg - Str. 1, 30625 Hannover. Telephon: 0511 - 532 - 0. Internet: http://www.mh-hannover.de/nephrologie.htm]
Heiß, die kalte Platte. In: Test September 2009; (9): 56 - 62. [Träger von Herz - Schrittmachern sollten sich vor Annäherung an Induktionskochplatten von Elektroherden erkundigen, ob das ihnen implantierte Gerät auf die von den Platten ausgehenden elektromagnetischen Wechselfelder mit Störungen reagieren könnte.]
Vorsicht beim Musikhören. In: Apotheken Umschau 15. August 2007; (B 08): 6. [Player in Herznähe können die Funktion von Schrittmachern stören.]
[Störung der Herzschrittmacher - Funktion.] Presse - Berichte Ende März 2009. [Einer Empfehlung von Bernd Nowak in der Zeitschrift Herz heute der Deutschen Herzstiftung zufolge können Funkschlüssel und Karten von Keyless Entry - Systemen mit ihrer elektromagnetischen Strahlung die Funktion von Herzschrittmachern beeinflussen. Zwischen Diesen und einem Schlüssel, einer Karte oder einer zugehörigen Basis - Sendeantenne, oft im Innenspiegel eines Fahrzeugs untergebracht, sollte ein Mindestabstand von 20 cm eingehalten werden.]
Das Blut in Wallung bringen. Blech, J. In: Der Spiegel 18.01.2010; (3): 102 - 104. [Werden die um eine krankhaft dauerverengte Arterie befindlichen Umgehungsgefäße (Kollateralgefäße) längere Zeit von Blut mit übenormal hohem Druck und erhöhter Geschwindigkeit durchflossen, kann dieser Reiz die Umwandlung der Kollateralen in größerlumige Arterien anregen (Arteriogenese). Ein solcher verstärkter Blutfluss kann durch körperliche Bewegung hervorgerufen werden. Wer dazu außerstande ist, kann sich einer Behandlung mit der "Herz - Hose" des Teams um Ivo und Eva Buschmann an der Berliner Charité unterziehen. Nach Anlegen dieses Kleidungsstücks werden darin befindliche Luft - Kammern im Wechsel aufgepumpt und entleert so, dass der Wechseldruck den Blut - Umlauf im Unterkörper steigert.]
Frauen sind anders. Männer auch. Rytina, S. In: Nassauische Neue Presse 09.04.2010: KuS 8. [Die hormonellen Eigenheiten weiblicher Körper beeinflussen die Entstehung und die Symptomatik von Gesundheitsstörungen. Mit dem Rückgang der Bildung Körper - eigener Östrogene mit Beginn der Wechseljahre steigt das Risiko für Herz - Kreislauf - Erkrankungen, besonders bei gleichzeitigem Übergewicht und Diabetes. Eine Antithrombose - Wirkung von Acetylsalicylsäure, zum Beispiel in Form von Aspirin, war in einer Studie mit 40000 Untersuchten nur bei Männern nachweisbar. Wegen Eigenheiten der Verstoffwechselungen und Ausscheidungsraten von Medikamenten bei Frauen sollten bei Diesen Mittel mit Wirkstoffen des Fingerhuts (Digitalis - oder Digoxin - Präparate), Metoprolol - Präparate, ACE - Hemmer oder Statine niedriger dosiert werden als bei Männern.]
Gift fürs Herz. In: Spektrum der Wissenschaft Juli 2010; (7): 58. [Zitat aus Deutsche Medizinische Wochenschrift 14. Juli 1910; (28): 1352: Digitalis - Präparate verursachen bei manchen Menschen Magen - Beschwerden und Erbrechen sowie Schädigung der peripheren Blut - Gefäße. Zur Umgehung des Magens können Digitalis - Medikamente auch als Einlauf verabreicht werden. "Bei inkompensierten Herzfehlern wird man auch eine bestimmte Diät vorschreiben, und vielfach hat sich eine strenge Kur mit Milch zur ausschließlichen Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme bewährt." Anmerkung des Bearbeiters: Vor Nachahmung besagter Diät ohne ernährungsmedizinische Beratung sei ausdrücklich gewarnt. Vielleicht könnte aber das dahinter steckende therapeutisch wirksame Prinzip auf anderem Weg genutzt werden.]
Bakterien im Schutzmantel. In: Der Spiegel 06.09.2010; (36): 132. [Streptokokken - Bakterien können aus dem Mund - Raum über verletzte Blut - Gefäße, zum Beispiel bei Zahnfleisch - Bluten, in den Blut - Kreislauf gelangen. Dort lagern sie mittels eines an ihrer Außenfläche sitzenden Proteins Blutplättchen (Thrombocyten) an, um sich gegenüber dem Immunsystem zu tarnen und sich vor Antibiotika zu schützen, wie Wissenschftler/innen der University of Bristol, darunter der Mikrobiologe Howard Jenkinson, herausfanden. Die Umkleidungen aus Thrombocyten bewirken eine Verklebung der Streptokokken miteinander, was Thrombosen und in der Folge Herzinfarkte und Schlaganfälle verursachen kann. Die Reduktion derart schädlicher Bakterien im Mund durch Hygiene - Maßnahmen verringert daher auch das Thrombose - Risiko.]
Infarkt durch Schmerzmittel. In: Bild der Wissenschaft 2011; (4): 10. [Eine Auswertung mehrerer Studien durch Peter Jüni und Andere, Universität Bern, kam zu dem Ergebnis, dass die Einnahme der Schmerzmittel Naproxen, Ibuprofen, Celecoxib, Etoricoxib, Rofecoxib, Lumiracoxib und vor Allem Diclofenac statistisch mit einem erhöhten Herzinfarkt - Risiko verknüpft ist.]
[Therapie - Verfahren allgemein:] Siehe auch Kapitel "Bibliographie "Therapie - Verfahren""
[Medizinisch nutzbare Wirkungen von Früchten:] Siehe auch Site "Früchte in Ernährung und Medizin"
[Umwelt - Einflüsse auf den Gesundheitszustand:] Siehe auch Site "Umwelt und Gesundheit im Test"
Quellen und Anmerkungen
| 1. | Stein, P. / Heringhaus, C.: Hand aufs Herz! Praxisanleitung Reanimation. In: Via medici 2006; (4): 38 - 41. |
| 2. | Leitlinien von 2005 des European Resuscitation Council (ERC). |
| 3. | Schutzfolien gibt es in Apotheken oder in Internet - Shops für Medizin - Bedarf; manche sind in Schlüsselanhänger - großer Verpackung erhältlich. |
| 4. | Bezugsquellen wie unter 3. Eine Hand - betriebene Absaugpumpe ist zum Beispiel die "Ambu Res-Cue Pump", Pharmazentralnummer (PZN) 2476184, mit austauschbarem Einwegbehälter zur Sekret - Sammlung. |
| 5. | Bartecchi, C. E.: If you don´t have a defibrillator. In: Scientific American June 1998; 278 (6): 73. |
| 6. | Siehe Kapitel "Krebs - Erkrankungen". |
| 7. | Siehe Kapitel "Informationen suchen und beschaffen" und verschiedene Kapitel zu praktischen medizinischen Untersuchungen der Site "Umwelt und Gesundheit im Test": http://www.students.uni-mainz.de/jungc000/uugit/basisinf/informat/freirech/informat.htm und http://www.students.uni-mainz.de/jungc000/uugit/index.htm |
| 8. | Erste Hilfe bei Kindern. In: Öko-Test Oktober 2007; (10): 85. |
| 9. | Angst lässt das Blut in den Adern stocken. In: Ärztliche Praxis. Veröffentlicht im Internet am 25.03.2008 [Registrierung erforderlich]: http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_neurologie_aktuell_angst_120644491268.htm&n=1 |
| 10. | ap: Kinder schnellstmöglich wiederbeleben. In: Nassauische Neue Presse 11.10.2008: KuS 10. |
| 11. | Voorhoeve, A.: Letzter Gruß. Verlagshaus Schlosser: Friedberg 2010. |
| Zuletzt aktualisiert am 19.07.2011 | |
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