| Aus formatierungstechnischen Gründen wurde die Zitierweise
geändert. Die in der Originalfassung verwendeten Fußnoten wurden
in Anmerkungen am Ende des Textes umgewandelt. Bei der Korrektur erkannte
Fehler wurden berichtigt.
Inhalt:
I. Einleitung
II. 1. Die Geschichte der Prätorianergarde
und der Prätorianerpräfektur bis zu Septimius Severus
II. 2. Die Zeitumstände
II. 3. Herkunft und Laufbahn des C. Fulvius
Plautianus
II. 4. Die Verbindungen zum Kaiserhaus und
die Persönlichkeit des Plautian in den schriftlichen Quellen
II. 5. Der Sturz des Plautian
III. Zusammenfassung
Anmerkungen
Literaturverzeichnis
I. Einleitung
„Mit einer dämonischen Gewalt beherrscht er den Kaiser,
der ihm gegenüber machtlos zu sein, in seinem Banne zu stehen scheint.“
Dieses Zitat von Johannes Hasebroek (1) zeigt, welchen großen Eindruck
die Gestalt des C. Fulvius Plautianus, Prätorianerpräfekt, Günstling
und Gefolgsmann des Septimius Severus, nicht nur auf die antiken Historiker,
sondern auch auf die modernen Forscher gemacht hat. Ein Mann, der aus einfachen
Verhältnissen bis an die Führungsspitze des römischen Reiches
gelangte, durch unbändigen Ehrgeiz und brutale Skrupellosigkeit die
Karriereleiter emporstieg, bis er schließlich zu Fall gebracht wurde,
wahrscheinlich durch den Neid und den Haß des jungen, zukünftigen
Kaisers Caracalla. Diese Karriere war sicherlich ungewöhnlich – Plautian
ging immerhin als vielleicht der mächtigste Prätorianerpräfekt
überhaupt in die Geschichte ein – doch stellt sich die Frage, wie
es sein konnte, daß ein Mann so viel Macht und Einfluß auf
seine Person konzentrieren konnte. Welche Gründe und Ursachen waren
verantwortlich für seinen rasanten Aufstieg innerhalb weniger Jahre,
und wie außergewöhnlich war der Werdegang dieses Mannes wirklich?
Seine Gestalt liegt nur undeutlich vor uns, von den Quellen
nur teilweise erhellt. Diese bestehen aus literarischen Quellen einerseits
und Inschriften andererseits. Die Geschichtsschreiber Cassius Dio und Herodian
berichten am ausführlichsten über ihn. Cassius Dio, ein Mann
senatorischen Ranges aus Bithynien war ein Zeitzeuge der Herrschaft des
Septimius Severus, doch sind große Teile seines Werkes nur noch in
den Exzerpten des Johannes Xiphilinos, der im 11. Jh. lebte, erhalten.
Für die behandelte Zeit gilt er trotzdem als eine der wertvollsten
Quellen. Herodian hingegen war ein Freigelassener und schrieb sein Geschichtswerk
kurz nach Dio nieder, jedoch erlebte auch er die Herrschaft des Severus
in jungen Jahren mit. Sein Werk wird heute allerdings als weniger zuverlässig
und genau angesehen. Als dritte literarische Quelle bleibt noch die Historia
Augusta zu nennen, in der Plautian in den Viten von Severus, Niger, Caracalla
und Geta mehrmals kurz erwähnt wird. Der Quellenwert dieser Kaiserviten,
die in der Spätantike wohl von einem einzigen Autor unter sechs verschiedenen
Pseudonymen verfaßt wurden, ist bis heute stark umstritten. Allerdings
greift der unbekannte Autor für die zu behandelnde Zeit wahrscheinlich
auf das nicht erhaltene Werk des Marius Maximus zurück, der ebenfalls
Anfang des 3. Jh. lebte und zeitlich sehr nah an den Ereignissen stand.
Vor allem bei Cassius Dio und Herodian, die die Zeit der Severer selbst
miterlebten, muß angemerkt werden, daß beide wohl sehr stark
durch die severische Propaganda gegen den gerade gestürzten Präfekten
Plautian beeinflußt wurden und man so viele Details ihrer Berichte
mit großer Vorsicht genießen muß.
An die Seite der literarischen Quellen treten einige
Inschriften, die die Angaben der Historiker überprüfbar machen
– sie entstanden ja noch vor dem Sturz – und diese ergänzen. Hier
tritt jedoch das Problem der damnatio memoriae des Plautian auf,
d. h. sein Name wurde auf fast allen Inschriften getilgt. Meistens jedoch
läßt er sich wiederherstellen oder aus dem Zusammenhang erschließen,
so daß sehr wertvolle Informationen gewonnen werden können.
Bei der Sekundärliteratur überwiegt bei weitem
solche Forschungsliteratur, die den Gardepräfekten Plautian beiläufig
innerhalb eines allgemeineren Themas behandelt, so z. B. im Rahmen der
Herrschaft des Septimius Severus oder der Prätorianergarde. Das zentrale
Werk ist bis heute die Dissertation von J. van Norren, die jedoch auch
der Kritik, insbesondere durch E. Hohl, ausgesetzt war (2). Bis heute sind
einige Punkte strittig, so vor allem die Bewertung der literarischen Quellen
und die exakte Chronologie der Ereignisse.
Durch die Auswertung der antiken Überlieferung soll
nun im Folgenden versucht werden, unter Zuhilfenahme und kritischer Bewertung
der Sekundärliteratur das Leben und die Gestalt des C. Fulvius Plautianus
als Teil ihres historischen Umfeldes einzuordnen und möglichst unter
Berücksichtigung aller Aspekte zu erklären.
Seitenanfang
II. 1. Die Geschichte der Prätorianergarde und
der Prätorianerpräfektur bis zu Septimius Severus
Der Name Plautian ist eng verknüpft mit dem Amt des
Prätorianerpräfekten, das er jahrelang bis zu seinem Tod bekleidete
und das für ihn vielleicht die wesentliche Stütze seiner Macht
war. Deshalb ist es notwendig, kurz die Geschichte dieser Institution zu
skizzieren (3).
Die prätorianischen Kohorten, die praetoriae
cohortes, wurden von Augustus in der Nachfolge der Leibwachen der republikanischen
Feldherren zur Wahrung der Sicherheit des princeps gegründet.
Ursprünglich waren es 9 Kohorten, jedoch änderte sich die Anzahl
im Laufe der Zeit unter den verschiedenen Kaisern mehrmals, ebenso auch
deren Effektivstärke.
Anfangs gehörten den Kohorten nur Italiker an; dies
lockerte sich jedoch im Laufe der Zeit, denn immer mehr wurden auch Provinziale
aufgenommen.
Waren sie von Augustus noch zum Großteil in den
Städten Latiums untergebracht, wurden sie unter Tiberius in einem
eigenen Lager in Rom einquartiert. Die Größe dieses Lagers beantwortet
auch die oft diskutierte Frage, aus wieviel Mann die Kohorten ursprünglich
jeweils bestanden. Aus der vergleichbaren Größe von Legionslagern
läßt sich schließen, daß sie aus je 500 Mann bestanden
haben mußten, und nicht aus 1000, wie früher in der Forschung
oftmals angenommen (4).
Schon frühzeitig spielten die Prätorianer jedoch
auch eine Rolle bei der Absetzung von Kaisern bzw. bei der Neubesetzung
des Thrones. Seit Caligula von Prätorianern ermordet wurde, waren
sie häufig an den Intrigen und Kämpfen um die Kaiserwürde
beteiligt. Im 2. Vierkaiserjahr 193 stellten sie sich dann auf die Seite
des Didius Julianus. Nach dessen Niederlage in den Prätendentenkämpfen
reorganisierte der Sieger Septimius Severus die Garde, indem er die alten
Gardisten entließ und sie mit den Soldaten seiner Legionen, die ihn
zum Kaiser erhoben hatten, neu aufbaute (5).
Seit dem Jahr 2 v. Chr. wurden die Prätorianerkohorten
von zwei Präfekten aus dem Ritterstand, den praefecti praetorio,
kommandiert, die vom Kaiser ernannt wurden. Diese hatten zunächst
in erster Linie den Truppenbefehl über die Garde inne. Doch im Laufe
der Zeit vergrößerte sich ihr Kompetenzbereich und weitete sich
auf richterliche Aufgaben aus, zunächst in Vertretung des Kaisers
ausgeübt, im 3. Jh. jedoch in Form
einer selbständigen
Gerichtsbarkeit (6).
Gerade ab der behandelten Zeit um die Wende vom 2. zum
3. Jh. wurde dieses Amt durch die Zunahme der Kompetenzen der Präfekten
und den Neuaufbau der Garde also besonders attraktiv für jemanden
mit solchen Zielen und Ambitionen wie Plautian, wie wir später noch
sehen werden.
Seitenanfang
II. 2. Die Zeitumstände
In welcher Zeit lebte nun dieser Plautian, der aus unbedeutenden
Verhältnissen zu einem der mächtigsten Männer des Reiches
aufsteigen konnte (7)? In nicht ferner Vergangenheit lag die sog. „Blütezeit
des 2. Jh.“, in der der Prinzipat durch das Adoptivkaisertum scheinbar
die endgültige Lösung für ein dauerhaftes und stabiles Fortbestehen
des römischen Staates gefunden hatte. Von Trajan (98-117) bis Commodus
(180-192) regierten nur sechs Kaiser, und bis auf Commodus am Ende dieser
Epoche starben alle eines natürlichen Todes.
In der Zeit, in der Plautian seine Karriere machte, kündigten
sich die Entwicklungen des 3. Jh. bereits verstärkt an: die Zunahme
von inneren und äußeren Krisen und vor allem die zunehmende
Hilflosigkeit der Regierung ihnen gegenüber. In unserem Zusammenhang
wichtig ist jedoch, daß keine allgemein akzeptierte und über
einen längeren Zeitraum Kontinuität versprechende Führungsspitze
mehr existierte. Die alte Ordnung der Vormachtstellung Italiens machte
einer immer mehr zunehmenden Bedeutung der Provinzen und vor allem der
wegen der aggressiven äußeren Feinde so bedeutsam gewordenen
Grenzheere Platz. Die dadurch bedingte Dezentralisierung förderte
die Aufspaltung der einzelnen Reichsgebiete unter der Wahrung ihrer Sonderinteressen,
und der Verfall der Zentrale Rom begünstigte den Aufstieg einzelner
Persönlichkeiten, die – ähnlich der Situation am Ende der Republik
– sich dynamisch in einem von Kämpfen und Intrigen charakterisierten
Wettstreit an die Macht brachten und genauso schnell wieder verschwanden.
Die normale Todesursache für einen Machtpolitiker dieser Zeit war
die Ermordung, was z. B. die sehr hohe Zahl der Kaiser im 3. Jh. nach sich
zog.
Diese Ursurpatoren und Kaiser brauchten natürlich
auch ihre Helfer, die dann, wie im Falle des Plautian, allein aufgrund
ihrer Fähigkeiten eine steile Karriere machen konnten. Die politische
Unsicherheit dieser Zeit trug also wesentlich zum Aufstieg wie auch später
zum Fall dieses Mannes bei.
Seitenanfang
II. 3. Herkunft und Laufbahn des C. Fulvius Plautianus
Über den ersten Lebensabschnitt dieses Mannes, der
später so einflußreich werden sollte, wissen wir nicht viel.
Er soll in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen
und ebenso wie Severus in Afrika geboren worden sein (8). Wahrscheinlich
stammte er sogar ebenfalls aus Leptis Magna, da man dort eine Ehreninschrift
für seine Tochter Plautilla gefunden hat (9). Auf die Frage der Verwandschaft
mit Severus, die nach einigen Forschern womöglich bestand, gehe ich
in Kapitel 4 ein.
Weiterhin berichtet Herodian an derselben Stelle, daß
„manche behaupteten, er sei sogar wegen Aufruhrs und vieler anderer Vergehen
verbannt gewesen“. Nähere Angaben macht er nicht, doch könnte
es laut Birley (10) sein, daß Plautian mit einem gewissen Fluvius
identisch ist, der von Pertinax als Prokonsul von Africa 188 oder 189 wegen
schwerer Vergehen verurteilt worden war, später jedoch aus Gunsterweisung
gegenüber Severus einen wichtigen Posten bekommen hatte (11). Da jedoch
aus den Quellen keine weiteren Informationen über die Jugend und frühe
Karriere des Plautian zu entnehmen sind, bleibt dieser Abschnitt im Leben
des Gardepräfekten dunkel und schemenhaft.
Das erste Mal tritt Plautian dann im Bürgerkrieg
zwischen Septimius Severus und Pescennius Niger in Erscheinung. Er erhält
von Severus den Auftrag, die Söhne dessen Rivalen Niger gefangenzunehmen,
den Plautian auch ausführt (12).
Herodian berichtet, daß Severus Plautian mit Reichtümern
beschenkte und ihm den konfiszierten Besitz zurückerstattete (13).
Dies könnte so gemeint sein, daß Plautian sich mit dem Besitz
der Geächteten bereichern durfte.
Auch an anderen Stellen wird erwähnt, daß
sich Plautian für die Verfolgung der Gegner des Severus einsetzte:
Noch während des Partherkrieges riet er dem Kaiser, die Anhänger
des Niger zu verfolgen (14), und es wird sogar ausdrücklich erwähnt,
daß Plautian den Kaiser, mit der Absicht der Bereicherung
durch Proskriptionen in seinem Sinne beeinflußt hat (15). Diese
Informationen entnehmen wir zwar der H. A., d. h. man
sollte in Bezug auf ihren Wahrheitsgehalt sehr vorsichtig sein, jedoch
zeigt vor allem die letzte Stelle, daß die Praxis, sich durch Proskriptionslisten
zu Lasten der politischen Gegner zu bereichern, damals eine gängige
Methode der Politik war. So dürfte auch Plautians Interesse am Ausschalten
der Gegner des Severus durchaus finanzielle Absichten als Hintergrund gehabt
haben. Dies könnte ein wesentlicher Grundstein für seine spätere
Macht gewesen sein.
Im Jahre 195 bekleidete er wahrscheinlich das Amt des
praefectus
vigilum, er war also zuständig für den Brandschutz in der
Stadt Rom (16).
Vielleicht war er auch praefectus vehiculorum
und procurator XX hereditatium, falls es sein Name war, der auf
einer Inschrift getilgt wurde, die man in Nordafrika gefunden hat und durch
die Namen der Ehrenden, Fulvius bzw. Fulvia, auf Plautian hindeuten könnte
(17). Der praefectus vehiculorum war ein Verwaltungsamt innerhalb
der ritterlichen Laufbahn der Kaiserzeit und bezeichnete die Zuständigkeit
für das öffentliche Post- und Straßensystem, während
der procurator XX hereditatium, ebenfalls ein ritterlicher Beamter,
mit Erbschaftsangelegenheiten betraut war.
Bis zu diesem Zeitpunkt erscheint Plautian nur als Handlanger
des Severus bzw. als relativ durchschnittlicher Angehöriger des Ritterstandes,
der die typischen Ämter des ritterlichen cursus honorum durchläuft.
Bis zum 1. Januar 197 wurde Plautian dann jedoch zum
praefectus
praetorio ernannt (18). Er muß besonderen Wert auf dieses Amt
gelegt haben, denn um alleiniger Kommandant der Prätorianergarde zu
sein, ließ er seinen Amtskollegen Aemilius Saturninus umbringen (19).
Bereits zum 1. April 200 wird er in die Weihungen für
die kaiserliche Familie aufgenommen, also war er wohl schon zu diesem Zeitpunkt
mehr als nur einer von zwei Gardepräfekten (20).
Doch sein Wunsch auf die Kontrolle der Garde ging noch
weiter, denn er wollte nicht nur einziger, sondern auch ständiger
praefectus
praetorio sein (21). Offensichtlich sah er dieses Amt als geeignet
an, seine Machtposition zu festigen und weiterhin auszubauen.
Doch der Mann, der bisher nur ritterliche Ämter
bekleidet hatte, wurde auch in den Stand der Senatoren aufgenommen. Wie
auf verschiedenen Inschriften zu lesen ist, erhielt er die ornamenta
consularia. Er wird clarissimus vir genannt, also mit dem Ehrentitel
der Senatoren und senatorischen Beamten bezeichnet. Erhielt ein Nicht-Senator
die ornamenta, bedeutete dies eine kaiserliche Gunsterweisung, die
nach außen hin den angemessenen senatorischen Status verlieh, ohne
den Geehrten wirklich in den Senat aufzunehmen. Diese Ehre wurde Prätorianerpräfekten
zwar noch oft zuteil; schließlich wird er jedoch auch völlig
in den Senat aufgenommen, indem er zusammen mit P. Septimius Geta, dem
Bruder des Severus, zum Konsul ernannt wird (22). Dies geschah im Jahr
203, wie wir den Konsullisten entnehmen können (23). Er bezeichnete
sich dabei als consul iterum, da er vormals ja bereits die ornamenta
consularia erhalten hatte und so sein erstes Konsulat als zweites führen
konnte (24).
Bei Cassius Dio lesen wir an der angegebenen Stelle,
daß diese Praxis seit den Tagen des Augustus unüblich gewesen
war, was erneut die Bedeutung des Plautian zu seiner Zeit herausstreicht.
Weiterhin bekleidete er auch noch ein Priesteramt, er
war pontifex (25). Damit gehörte er der obersten Sakralbehörde
an, die die Aufgabe hatte, die Einhaltung aller rituellen Vorschriften
im öffentlichen und privaten Kult zu überwachen und außerdem
als Gutachter bei religiösen Fragen und Problemen - dazu gehörten
Dedikationen, Gebete, Gelübde, Opfer, Grabdienst, Sühnung usw.
- diente. Dies bedeutete auf der einen Seite natürlich staatsrechtlich
und gesellschaftlich gesehen eine Aufwertung der eigenen Stellung, auf
der anderen Seite erfolgte damit jedoch auch eine zusätzliche Bindung
an den princeps Septimius Severus, der in dieser Funktion ja auch
der oberste Priester, der pontifex maximus, war.
Dazu kam noch der Titel eines comes (26). Der
Titel comes bezeichnet ursprünglich jemanden, der den oder
die Kaiser auf ihren Feldzügen begleitete. Er wurde jedoch im Laufe
der Kaiserzeit zum bloßen Ehrentitel. Daß jedoch Plautian tatsächlich
den Kaiser auf seinem Partherfeldzug begleitete, zeigen die Weiheinschriften
für die Rückkehr der Kaiser, der Kaiserin und des Plautian (27).
Er muß sie also begleitet haben. Dies war auch nur gut für ihn,
denn so war er auch in unmittelbarer Nähe der Herrscher, wenn sie
nicht in Rom waren (was bei Severus durch die Bürgerkriege und die
Auseinandersetzungen im Osten des Reiches oft der Fall war).
Er wird auch nobilissimus praefectus praetorio
genannt (28). Dies ist ungewöhnlich, denn erst ab Geta wurde dieser
Rangtitel zum regelmäßig verwendeten Attribut der caesares,
während er vorher nur vereinzelt gebraucht wurde. Sollte es ein Zufall
sein, daß Plautian einen Titel erhält, den kurze Zeit später,
noch unter dem selben Herrscher, auch die Thronanwärter erhalten?
Hierzu könnte auch die Aussage von Cassius Dio passen, Severus habe
sich Plautian als Nachfolger gewünscht (29). Ob dies nun den Tatsachen
entspricht oder nicht, auf jeden Fall wird durch diesen Titel die besondere
Stellung des Plautian nochmals unterstrichen.
Bei der Betrachtung der Karriere des Plautian müssen
nun einige Punkte hervorgehoben werden. Er begann sie als typischer Vertreter
des Ritterstandes, begünstigt jedoch durch sein enges Verhältnis
zu Severus. Seine ritterliche Karriere gipfelte schließlich in dem
Posten des Präfekten der Leibgarde des Kaisers. Doch Plautian schlug
auch noch eine zweite Karriere, die des senatorischen Standes, ein. So
kommt es, daß er in einer Person gleichzeitig zwei sehr hohe Ämter
der beiden Laufbahnen auf sich vereinte, nämlich das Konsulat und
eben die Prätorianerpräfektur. Dies dürfte wesentlich zu
seiner Unbeliebtheit beigetragen haben, war das Verhältnis der beiden
Stände zueinander doch häufig von Gegensätzen und Rivalitäten
gekennzeichnet. Diese Machtkombination war darüber hinaus auch nicht
rechtens (30) und könnte so eventuell auch die Meinung eines Senators
wie Cassius Dio beeinflußt haben, der im rasanten Aufstieg eines
solchen Ritters durchaus auch Gefahren für sich und seinesgleichen
gesehen haben könnte.
Seitenanfang
II. 4. Die Verbindungen zum Kaiserhaus und die Persönlichkeit
des Plautian in den schriftlichen Quellen
Nicht nur über die offizielle Karriere des Plautian
erfahren wir etwas aus den Quellen, auch über seine Charakterzüge
und Beziehungen zu den Angehörigen des Herrscherhauses erhalten wir
mehr oder weniger glaubwürdige Informationen.
In den Quellen wird er als Landsmann des Severus bezeichnet
(31). Da die Mutter des Severus eine Fulvia war, also den gleichen Gentilnamen
wie C. Fulvius Plautianus besaß, nahmen einige Forscher an, Severus
und Plautian könnten von Haus aus verwandt sein (32). Jedoch ist dies
sicherlich äußerst unsicher, wenn auch nicht unmöglich,
da dieser Name weit verbreitet war (33). Hinzu kommt noch, daß er
die Bezeichnungen necessarius und adfinis erst erhielt, als
seine Tochter bereits Caracalla, den Sohn des Severus, geheiratet hatte
und er damit wirklich mit dem Kaiserhaus verschwägert war (34).
Die Bemerkung des Herodian, Severus und Plautian hätten
in jungen Jahren ein Liebesverhältnis miteinander gehabt (35), ist
ebenso möglich, nicht jedoch wahrscheinlich oder gar sicher. In der
Antike wäre ein solches homosexuelles Verhältnis ohnehin nichts
Außergewöhnliches gewesen, man denke nur an Hadrian und seinen
Geliebten Antinous. Allerdings kann man wohl davon ausgehen, daß
die beiden schon früh freundschaftlich verbunden waren, da Plautians
erster erwähnter Auftrag, die Gefangennahme der Kinder des Niger,
in dieser kritischen Phase der Prätendentenkämpfe sicherlich
ein Vertrauensverhältnis voraussetzte und so ein vorhergehendes längeres
Verhältnis der beiden zueinander impliziert.
Eine wirklich enge Bindung an das Kaiserhaus erfolgte
dann durch die Hochzeit von Severus` Sohn Bassianus mit Plautians Tochter
Fulvia Plautilla, die während der Zehnjahresfeiern zum Regierungsantritt
des Severus stattfand (36). Genauer läßt sich das Ereignis auf
die Zeit zwischen den 10. Dezember 201 (Beginn der Dezennalien) und den
17. September 202 (Erwähnung der Plautilla als Augusta auf einer Inschrift
[37]) datieren (38). Erstaunlich ist hierbei, daß sich nach Cassius
Dio nicht Plautian um diese Verbindung bemühte, sondern Severus selbst
sie wünschte (39). Spätestens jetzt ist Plautian necessarius
Augustorum, also ein Verwandter der Kaiser (40).
Zusammen mit den diversen anderen Titeln und Ämtern
dürfte dies der Höhepunkt der Macht des Plautian gewesen sein.
Anders als die wohl überaus gute Beziehung zum Kaiser
selbst war sein Verhältnis zum Rest des Herrscherhauses. Bassianus
(Caracalla) muß ihm gegenüber eine tiefe Abneigung oder gar
Haß empfunden haben; auch Plautians Tochter, mit der er ja – wohl
gezwungenermaßen - vermählt war, brachte er offene Feindseligkeit
gegenüber (41). Auch der Bruder des Severus, P. Septimius Geta, der
zusammen mit Plautian Konsul gewesen war und ansonsten in den Quellen kaum
erwähnt wird, hat laut Cassius Dio noch auf dem Totenbett seinem Bruder
die Augen über den verhaßten Mann geöffnet. Dies tat er
erst zu diesem Zeitpunkt, da er nun den Prätorianerpräfekten
nicht mehr zu fürchten brauchte. Immerhin war er der Bruder des Kaisers
– dies sagt einiges über Plautians Machtfülle aus (42). Auch
die Beziehungen zu Severus` Frau Julia Domna waren nicht besser, und auch
ihr gegenüber konnte er sich – zumindest nach Dio – schlechtes Verhalten
herausnehmen (43). Aus den schriftlichen Quellen wird also sehr deutlich,
daß sich Plautian mit seinem Verhalten und seinem großen Einfluß
mehr als einen Feind am Hof gemacht hat.
Vor allem Cassius Dio entwirft nämlich das Bild
des Plautian als übermächtigem Mann, der sogar noch über
dem Kaiser stand und von ihm auch nicht in seine Schranken gewiesen wurde,
so daß es den Anschein hat, Plautian habe in der Tat großen
Einfluß auf Severus ausgeübt (44). Um dies zu verdeutlichen,
erzählt er mehrere Anekdoten, die exemplarisch für die Anmaßung
des Gardepräfekten, sich über seinen Kaiser zu stellen, stehen
sollen (45).
Ähnlich verhält es sich mit der Darstellung
der persönlichen Charakterzüge des Plautian, die ebenfalls Cassius
Dio am ausführlichsten darstellt. Hier – wie kürzer auch bei
Herodian – wird der Mann vor allem als grausam (46), machthungrig (47)
und skrupellos (48) charakterisiert. Auch hier erzählt Dio wieder
einige Anekdoten, so etwa den Raub der heiligen Pferde (49) oder die Kastrierung
einhundert vornehmer Römer (50).
Zur Darstellung bei Herodian ist noch zu sagen, daß
dieser Historiker die Prätorianerpräfekten fast ausnahmslos alle
negativ darstellt, da sie seiner Meinung nach eine Gefahr für den
Prinzipat bedeuten. So drängt sich hier besonders der Verdacht einer
generalisierenden Darstellung auf, die mit der Realität nicht mehr
viel gemein hat (51).
Auch der Privatmann Plautian kommt nicht besser weg.
Erneut ist es Cassius Dio, der ihn als maßlos ausschweifend, verfressen
und lüstern beschreibt (52).
Insgesamt ist es sehr auffällig, daß die Einzelheiten
über den Privatmenschen Plautian fast ausschließlich von Cassius
Dio berichtet werden, und dies ohne Ausnahme in sehr negativer
Form. Einiges davon mag sicher wahr sein bzw. einen wahren
Kern besitzen, vieles entstammt jedoch mit Sicherheit der Propaganda der
Severer, der Dio als Zeitzeuge besonders intensiv ausgesetzt war, und die
er auch bereitwillig aufgenommen hat. Meiner Meinung nach wird aus den
Berichten des Historikers trotzdem eine Sache, die sehr wichtig für
das Ende des Plautian werden sollte, deutlich: Seine zu große Macht
und sein Verhalten, das ihn erst in diese Position gebracht hat, haben
ihm unter den Mächtigen des Reiches viele Feinde eingebracht. Da diese
sicherlich genauso gewissenlos gegen ihre Gegner vorgingen wie er selbst,
war sein Sturz nur noch eine Frage der Zeit.
Seitenanfang
II. 5. Der Sturz des Plautian
Das Ende des mächtigen Plautian wirft für die
Forschung mehr als ein Problem auf.
Eine erste Trübung der Verhältnisse trat ein,
als Severus die Macht des Gardepräfekten beschneiden wollte. Nach
Cassius Dio ließ er einige von Plautians Bildnissen, die in zu großer
Zahl angefertigt worden waren, einschmelzen (53). In der Historia Augusta
lesen wir, daß Severus über das Verhalten seines Freundes empört
war, besonders darüber, daß dieser sein Standbild unter denen
der Angehörigen des Kaisers aufgestellt hatte. Er erklärte ihn
zum Staatsfeind und ließ einige seiner Standbilder einschmelzen (54).
Bei Herodian hingegen finden wir nur die kurze Anmerkung, daß Severus
dem Plautian etwas von seiner Macht wieder nehmen und ihn in seine Schranken
weisen wollte (55). Den Berichten bei Dio und in der H. A. ist gemein,
daß in beiden eine Aussöhnung zwischen Kaiser und Präfekt
nach den Unstimmigkeiten stattfindet, in deren Folge diejenigen, die in
zu großem Eifer den Sturz des mächtigen Mannes angenommen und
gegen sein Andenken vorgegangen waren, bestraft wurden (56). Über
die genaue zeitliche Einordnung dieser Ereignisse und deren genauen Ablauf
gibt es unterschiedliche Meinungen (57); ich denke jedoch, daß die
Bande zwischen Severus und Plautian zuvor so eng waren, daß Dios
Version vom Einschmelzen einiger Statuen am glaubwürdigsten ist, während
Plautian sicherlich nicht zum Staatsfeind erklärt, rehabilitiert und
dann umgebracht wurde, wie in der H. A. zu lesen ist.
Das tatsächliche Ende des mächtigen Präfekten
erfolgte in Form einer Palastintrige im Jahr 205, nach Meinung der Forschung
am 22. Januar. Als Quellen hierzu dienen uns vor allem die Berichte der
Historiker Cassius Dio und Herodian (58). Allerdings liefern sie zwei widersprüchliche
Versionen: Bei Cassius Dio fällt Plautian einer Verschwörung
des Bassianus (Caracalla) zum Opfer, der einen scheinbaren Attentatsversuch
des Gardepräfekten am Kaiser fingierte und ihn so dem Tode weihte.
Herodian hingegen läßt Plautian in der Tat nach der Kaiserwürde
streben. Sein Mordversuch an den Kaisern scheitert jedoch, und so hat er
auch hier sein Leben verwirkt. Welcher Version hier der Vorzug zu geben
ist, wurde in der Forschung ebenfalls heftig diskutiert (59), jedoch nimmt
heute die communis opinio Cassius Dio als glaubwürdiger an (60). Sicher
ist jedoch, daß er nach seinem Tod der damnatio memoriae anheimfiel;
sein Name wurde auf den Inschriften getilgt und sein Andenken ausgelöscht.
Ich denke, wichtig ist in diesem Zusammenhang die Tatsache,
daß Plautian durch eine Palastintrige ums Leben kam, sei es, weil
seine eigene fehlschlug oder weil er der eines anderen zum Opfer fiel.
Er starb nicht in Ausübung seiner Pflicht oder eines natürlichen
Todes, sondern in einer Art und Weise, die ab den Wirren um die Nachfolge
des Commodus immer mehr der Mächtigsten und der Leute in ihren Gefolgen
ereilte, und die für das 3. Jh. geradezu typisch werden sollte. Er
war im Verlauf seiner eigenen Karriere ebenso konsequent im Verfolgen seiner
Ziele und skrupellos in der Wahl seiner Mittel gewesen und reihte sich
damit vollkommen in die Elite der damaligen Machtpolitiker ein. Da ist
es nur nachvollziehbar, daß er auch deren übliches Ende teilte.
So wie vor ihm die Gardepräfekten Perennis und Laetus, wie Commodus,
Pertinax und Didius Julianus, wie Niger und Albinus, und wie nach ihm Geta
und Caracalla hatte auch er irgendwann den Zenit seiner Macht überschritten
und unterlag im „Spiel“ um die Macht einem seiner Rivalen. War seine Karriere
typisch für seine Zeit gewesen, war es sein Tod also auch.
Seitenanfang
III. Zusammenfassung
Meiner Meinung nach läßt sich das Phänomen
Plautian nur dann erklären, wenn man möglichst umfassend die
verschiedenen Aspekte beachtet, die ihn zu dem machten, was er war, nämlich
ein in der Tat sehr mächtiger, aber auch ungeliebter und gehaßter
Mann.
Sehr geschickt nutzte er das Amt des Kommandanten der
Leibwache des Kaisers, um seine Machtposition zu festigen und weiter auszubauen.
Ihm war mit Sicherheit klar, daß diese Stellung ihm großen
Einfluß sicherte, wie es zuvor ja schon so oft geschehen war.
Dann spielten die Umstände der Zeit eine große
Rolle. In den geordneten Verhältnissen des 2. Jh. n. Chr. hätte
es ein Mann wie Plautian sicherlich schwerer gehabt, sich so vollständig
durchzusetzen. Die politische Instabilität der Wende vom 2. zum 3.
Jh. und der darauffolgenden Zeit kam Männern wie ihm, die skrupellos
ihre Vorteile nutzten und sich nicht oder kaum um rechtliche oder moralische
Hindernisse kümmerten, sehr entgegen. So konnte er im Windschatten
seines Herrn Severus, der in dieser Hinsicht kaum besser war, seine Stärken
ausspielen und konsequent seinen Weg über Intrigen und politische
Kämpfe verfolgen.
Dieser Weg bestand darin, seine guten Beziehungen zum
Kaiser auszunutzen und sich möglichst eng an ihn und seine Familie
zu binden, aber vor allem auch in der Ansammlung von Ämtern und Titeln,
da ein reines Verlassen auf die Gunst eines Kaisers, der genauso skrupellos
sein konnte wie Plautian selbst, eine trügerische Sicherheit sein
konnte. Er hat das gewußt, und damit zeigt er ein großes Verständnis
der Verhältnisse in der damaligen Politik. All dies nützte ihm
jedoch schließlich wenig, als er sein Ende durch eine Palastintrige
fand. Aber auch dies gehörte zu den Gesetzen der Machtpolitik in jener
Zeit. Er war lange erfolgreich gewesen und mußte irgendwann einfach
einem seiner Gegenspieler unterliegen.
Abschließend bleibt aus meiner Sicht noch zu sagen,
daß die Karriere des Plautian sicherlich nicht so außergewöhnlich
war und seine Person so negativ zu sehen ist wie bei den antiken Historikern
und manchmal auch der modernen Forschungsliteratur dargestellt. Er war
vielleicht etwas geschickter und erfolgreicher als die meisten anderen,
aber ansonsten scheint er mir ein Mann gewesen zu sein, der eben die Mittel
einsetzte, die nötig waren, um erfolgreich zu sein, und demzufolge
unterschied er sich eigentlich nicht so sehr von seinen Zeitgenossen. Unglücklicherweise
(für ihn) unterlag er jedoch im Intrigenspiel in der Umgebung des
Kaisers und fiel dadurch einer sehr negativen und wertenden „Berichterstattung“
der zeitgenössischen Geschichtsschreiber zum Opfer. Diese entwarfen
ein komplexes Bild von ihm, daß sicherlich in ähnlicher Form
für viele andere Wettkämpfer um die Macht genauso hätten
gelten können.
Er kam aus dem politischen Nichts und verschwand dort
auch wieder, nachdem sein Name und sein Andenken getilgt und später
auch seine Familie vom neuen – jedoch auch wieder nur kurzzeitigen
– Machthaber Caracalla ermordet worden waren. Doch sollte er im weiteren
Verlauf der Geschichte des Römischen Reiches noch so manchen würdigen
Nachfolger finden.
Seitenanfang
Anmerkungen:
(1) Hasebroek 1921, 130 f.
(2) Hohl 1956, 43.
(3) Allgemein zum Folgenden siehe: Durry 1938; Passerini
1965.
(4) Le Bohec 1993, 20 f., 110.
(5) Durry 1954, 1608-1610.
(6) Enßlin 1954, 2407-2414.
(7) Allgemein zum Folgenden siehe: Christ 1994, 181-186.
(8) Herodian. 3, 10, 6.
(9) RA 8, 1906, 206, 34.
(10) Birley1988, 221.
(11) Cass. Dio 73, 15, 4.
(12) H. A. Pesc. 5, 2; H. A. Sev. 6, 10.
(13) Herodian. 3, 10, 6.
(14) H. A. Sev. 15, 4.
(15) H. A. Geta 4, 4.
(16) CIL XIV Suppl. 4380; Birley 221.
(17) IRT 572; Birley 221.
(18) AE 1935, 156; Herodian. 3, 10, 5; Cass. Dio 75,
14, 1.
(19) Cass. Dio 75, 14, 2; Herodian. 3, 13, 1.
(20) CIL VI 225.
(21) Cass. Dio 75, 14, 2.
(22) Cass. Dio 75, 15, 2.
(23) Deißmann 1990,118.
(24) Cass. Dio 45, 4; Herodian. 3, 11, 2.
(25) ILS 456.
(26) Ebenda.
(27) CIL VI 226; CIL VI 227.
(28) ILS 456.
(29) Cass. Dio, 75, 15, 2.
(30) Howe 1966, 43.
(31) Herodian. 3, 10, 6.
(32) Hasebroek 1921, 2.
(33) Platnauer 1965, 130.
(34) ILS 456; Stein 1954, 271.
(35) Herodian. 3, 10, 6.
(36) Cass. Dio 76, 1, 2.
(37) CIL VI 226.
(38) Stein 1954, 273.
(39) Cass. Dio 75, 15, 2.
(40) ILS 456.
(41) Cass. Dio 76, 3, 1; Herodian. 3, 10, 8.
(42) Cass. Dio 76, 2, 4.
(43) Cass. Dio 75, 15, 6.
(44) Cass. Dio 75, 15, 1.
(45) Cass. Dio 75, 15, 3-5.
(46) Herodian. 3, 10, 7.
(47) Cass. Dio 75, 14, 3.
(48) Cass. Dio 75, 14, 1.
(49) Cass. Dio 75, 14, 3.
(50) Cass. Dio 75, 14, 4-5.
(51) Alföldy 1989, 211.
(52) Cass. Dio 75, 15, 7.
(53) Cass. Dio 75, 16, 2.
(54) H. A. Sev. 14, 5.
(55) Herodian. 3, 11, 3.
(56) Cass. Dio 75, 16, 2; H. A. Sev. 14, 8.
(57) Judeich 1927, 63-69; Hasebroek 1921, 109, 131-132;
Birley 1988, 154.
(58) Cass. Dio 76, 3, 1-76, 4, 5; Herodian. 3, 11, 4-3,
12, 12.
(59) E. Hohl 1956; van Norren 1953, 147.
(60) Hasebroek 1921, 136-138; Platnauer 1965, 132-133.
Seitenanfang
Literaturverzeichnis:
1. Quelleneditionen
A. Antike Autoren
Cassius Dio, Römische Geschichte, übers. v.
O. Veh, Die Bibliothek der Alten Welt, Zürich/München 1987.
Herodian, Geschichte des Kaisertums nach Marc Aurel, griechisch
u. deutsch, m. Einleitung, Anmerkungen u. Namenindex v. F. L. Müller,
Stuttgart 1996.
Scriptores Historiae Augustae I, Leipzig 1927, ND (cum
addendis ad Vol. I et II) 1955.
B. Inschriften
L´Année Épigraphique. Revue des Publications
Épigraphiques Relatives à l`Antiquité Romaine, Année
1935, par A. Merlin, Paris 1936.
Corpus Inscriptionum Latinarum VI 1: Inscriptiones Urbis
Romanae Latinae, ed. E. Bormann et G. Henzen, Berlin 1876.
Corpus Inscriptionum Latinarum XIV Suppl.: Inscriptiones
Latii Veteris Latinae, ed. L. Wickert, Berlin 1930.
The Inscriptions of Roman Tripolitania, ed. J. M. Reynolds
a. J. B. Ward Perkins, London.
Inscriptiones Latinae Selectae I, ed. H. Dessau, Berlin
1892.
Revue Archéologique 8, 1906.
2. Forschungsliteratur
Alföldy 1989 : Alföldy, G., Die Krise des Römischen
Reiches. Geschichte, Geschichtsschreibung und Geschichtsbetrachtung, (Heidelberger
Althistorische Beiträge und Epigraphische Studien; 5) Stuttgart 1989.
Birley 1988 : Birley, A. R., The African Emperor: Septimius
Severus, London 1988.
Le Bohec 1993 : Le Bohec, Y., Die Römische Armee.
Von Augustus zu Konstantin dem Großen, Stuttgart 1993.
Christ 1994 : Christ, K., Die Römer. Eine Einführung
in ihre Geschichte und Zivilisation, (C. H. Beck. Studium), München
31994.
Deißmann 1990 : Deißmann, M., (Hrsg.), Daten
zur antiken Chronologie und Geschichte, (Universal-Bibliothek; 8628 [3])
Stuttgart 1990.
Durry 1938 : Durry, M., Les cohortes pretoriennes, Paris
1938.
Durry 1954 : Durry, M., Praetoriae Cohortes: RE XXII 2,
1954, 1607-1634.
Enßlin 1954 : Enßlin, W., Praefectus praetorio:
RE XXII 2, 1954, 2391-2502.
Hasebroek 1921: Hasebroek, J., Untersuchungen zur Geschichte
des Kaisers Septimius Severus, Heidelberg 1921.
Hohl 1956 : Hohl, E., Herodian und der Sturz Plautians,
(Sitzungsberichte der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin.
Klasse für Gesellschaftswissenschaften; 1956, 2) Berlin 1956.
Howe 1966 : Howe, L. L., The Pretorian Prefect from Commodus
to Diocletian (A. D. 180-305), Chicago 1942, ND (Studia Historica; 31)
Roma 1966.
Judeich 1927 : Judeich, W., Plautianus und Severus, in:
Festschrift für A. Cartellieri, Weimar 1927, 63-71.
van Norren 1953: van Norren, J., Plautianus. Commandant
van de Lijfwacht van Keizer Septimius Severus, Diss. Hilversum 1953.
Passerini 1965 : Passerini, A., Le Coorti Pretorie, (Studi
Publicati dall´Istituto Italiano per la Storia Antica) Roma 1965.
Platnauer 1965 : Platnauer, M., The Life and the Reign
of the Emperor Lucius Septimius Severus, (Studia Historica; 18) Roma 1965.
Stein 1954 : Stein, A., Fulvius 101: RE XXII 2, 1954,
270-278. |