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HAUSARBEITEN

Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Alte Geschichte
SS 1998
Hausarbeit zur Lehrveranstaltung:
Die Herrschaft des Septimius Severus
Leitung: Dr. F. Bernstein

„Die Prätorianergarde unter dem Präfekten Plautian.“

Patrick Jung
patrick_jung (at) gmx.de



Aus formatierungstechnischen Gründen wurde die Zitierweise geändert. Die in der Originalfassung verwendeten Fußnoten wurden in Anmerkungen am Ende des Textes umgewandelt. Bei der Korrektur erkannte Fehler wurden berichtigt.

Inhalt:

I. Einleitung

II. 1. Die Geschichte der Prätorianergarde und der Prätorianerpräfektur bis zu Septimius Severus

II. 2. Die Zeitumstände

II. 3. Herkunft und Laufbahn des C. Fulvius Plautianus

II. 4. Die Verbindungen zum Kaiserhaus und die Persönlichkeit des Plautian in den schriftlichen Quellen

II. 5.  Der Sturz des Plautian

III. Zusammenfassung

Anmerkungen

Literaturverzeichnis 




I. Einleitung

„Mit einer dämonischen Gewalt beherrscht er den Kaiser, der ihm gegenüber machtlos zu sein, in seinem Banne zu stehen scheint.“ Dieses Zitat von Johannes Hasebroek (1) zeigt, welchen großen Eindruck die Gestalt des C. Fulvius Plautianus, Prätorianerpräfekt, Günstling und Gefolgsmann des Septimius Severus, nicht nur auf die antiken Historiker, sondern auch auf die modernen Forscher gemacht hat. Ein Mann, der aus einfachen Verhältnissen bis an die Führungsspitze des römischen Reiches gelangte, durch unbändigen Ehrgeiz und brutale Skrupellosigkeit die Karriereleiter emporstieg, bis er schließlich zu Fall gebracht wurde, wahrscheinlich durch den Neid und den Haß des jungen, zukünftigen Kaisers Caracalla. Diese Karriere war sicherlich ungewöhnlich – Plautian ging immerhin als vielleicht der mächtigste Prätorianerpräfekt überhaupt in die Geschichte ein – doch stellt sich die Frage, wie es sein konnte, daß ein Mann so viel Macht und Einfluß auf seine Person konzentrieren konnte. Welche Gründe und Ursachen waren verantwortlich für seinen rasanten Aufstieg innerhalb weniger Jahre, und wie außergewöhnlich war der Werdegang dieses Mannes wirklich? 
Seine Gestalt liegt nur undeutlich vor uns, von den Quellen nur teilweise erhellt. Diese bestehen aus literarischen Quellen einerseits und Inschriften andererseits. Die Geschichtsschreiber Cassius Dio und Herodian berichten am ausführlichsten über ihn. Cassius Dio, ein Mann senatorischen Ranges aus Bithynien war ein Zeitzeuge der Herrschaft des Septimius Severus, doch sind große Teile seines Werkes nur noch in den Exzerpten des Johannes Xiphilinos, der im 11. Jh. lebte, erhalten. Für die behandelte Zeit gilt er trotzdem als eine der wertvollsten Quellen. Herodian hingegen war ein Freigelassener und schrieb sein Geschichtswerk kurz nach Dio nieder, jedoch erlebte auch er die Herrschaft des Severus in jungen Jahren mit. Sein Werk wird heute allerdings als weniger zuverlässig und genau angesehen. Als dritte literarische Quelle bleibt noch die Historia Augusta zu nennen, in der Plautian in den Viten von Severus, Niger, Caracalla und Geta mehrmals kurz erwähnt wird. Der Quellenwert dieser Kaiserviten, die in der Spätantike wohl von einem einzigen Autor unter sechs verschiedenen Pseudonymen verfaßt wurden, ist bis heute stark umstritten. Allerdings greift der unbekannte Autor für die zu behandelnde Zeit wahrscheinlich auf das nicht erhaltene Werk des Marius Maximus zurück, der ebenfalls Anfang des 3. Jh. lebte und zeitlich sehr nah an den Ereignissen stand. Vor allem bei Cassius Dio und Herodian, die die Zeit der Severer selbst miterlebten, muß angemerkt werden, daß beide wohl sehr stark durch die severische Propaganda gegen den gerade gestürzten Präfekten Plautian beeinflußt wurden und man so viele Details ihrer Berichte mit großer Vorsicht genießen muß. 
An die Seite der literarischen Quellen treten einige Inschriften, die die Angaben der Historiker überprüfbar machen – sie entstanden ja noch vor dem Sturz – und diese ergänzen. Hier tritt jedoch das Problem der damnatio memoriae des Plautian auf, d. h. sein Name wurde auf fast allen Inschriften getilgt. Meistens jedoch läßt er sich wiederherstellen oder aus dem Zusammenhang erschließen, so daß sehr wertvolle Informationen gewonnen werden können.
Bei der Sekundärliteratur überwiegt bei weitem solche Forschungsliteratur, die den Gardepräfekten Plautian beiläufig innerhalb eines allgemeineren Themas behandelt, so z. B. im Rahmen der Herrschaft des Septimius Severus oder der Prätorianergarde. Das zentrale Werk ist bis heute die Dissertation von J. van Norren, die jedoch auch der Kritik, insbesondere durch E. Hohl, ausgesetzt war (2). Bis heute sind einige Punkte strittig, so vor allem die Bewertung der literarischen Quellen und die exakte Chronologie der Ereignisse.
Durch die Auswertung der antiken Überlieferung soll nun im Folgenden versucht werden, unter Zuhilfenahme und kritischer Bewertung der Sekundärliteratur das Leben und die Gestalt des C. Fulvius Plautianus als Teil ihres historischen Umfeldes einzuordnen und möglichst unter Berücksichtigung aller Aspekte zu erklären.

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II. 1. Die Geschichte der Prätorianergarde und der Prätorianerpräfektur bis zu Septimius Severus

Der Name Plautian ist eng verknüpft mit dem Amt des Prätorianerpräfekten, das er jahrelang bis zu seinem Tod bekleidete und das für ihn vielleicht die wesentliche Stütze seiner Macht war. Deshalb ist es notwendig, kurz die Geschichte dieser Institution zu skizzieren (3). 
Die prätorianischen Kohorten, die praetoriae cohortes, wurden von Augustus in der Nachfolge der Leibwachen der republikanischen Feldherren zur Wahrung der Sicherheit des princeps gegründet. Ursprünglich waren es 9 Kohorten, jedoch änderte sich die Anzahl im Laufe der Zeit unter den verschiedenen Kaisern mehrmals, ebenso auch deren Effektivstärke.
Anfangs gehörten den Kohorten nur Italiker an; dies lockerte sich jedoch im Laufe der Zeit, denn immer mehr wurden auch Provinziale aufgenommen.
Waren sie von Augustus noch zum Großteil in den Städten Latiums untergebracht, wurden sie unter Tiberius in einem eigenen Lager in Rom einquartiert. Die Größe dieses Lagers beantwortet auch die oft diskutierte Frage, aus wieviel Mann die Kohorten ursprünglich jeweils bestanden. Aus der vergleichbaren Größe von Legionslagern läßt sich schließen, daß sie aus je 500 Mann bestanden haben mußten, und nicht aus 1000, wie früher in der Forschung oftmals angenommen (4).
Schon frühzeitig spielten die Prätorianer jedoch auch eine Rolle bei der Absetzung von Kaisern bzw. bei der Neubesetzung des Thrones. Seit Caligula von Prätorianern ermordet wurde, waren sie häufig an den Intrigen und Kämpfen um die Kaiserwürde beteiligt. Im 2. Vierkaiserjahr 193 stellten sie sich dann auf die Seite des Didius Julianus. Nach dessen Niederlage in den Prätendentenkämpfen reorganisierte der Sieger Septimius Severus die Garde, indem er die alten Gardisten entließ und sie mit den Soldaten seiner Legionen, die ihn zum Kaiser erhoben hatten, neu aufbaute (5). 
Seit dem Jahr 2 v. Chr. wurden die Prätorianerkohorten von zwei Präfekten aus dem Ritterstand, den praefecti praetorio, kommandiert, die vom Kaiser ernannt wurden. Diese hatten zunächst in erster Linie den Truppenbefehl über die Garde inne. Doch im Laufe der Zeit vergrößerte sich ihr Kompetenzbereich und weitete sich auf richterliche Aufgaben aus, zunächst in Vertretung des Kaisers ausgeübt, im  3.  Jh.  jedoch  in  Form  einer  selbständigen 
Gerichtsbarkeit (6).
Gerade ab der behandelten Zeit um die Wende vom 2. zum 3. Jh. wurde dieses Amt durch die Zunahme der Kompetenzen der Präfekten und den Neuaufbau der Garde also besonders attraktiv für jemanden mit solchen Zielen und Ambitionen wie Plautian, wie wir später noch sehen werden.

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II. 2. Die Zeitumstände

In welcher Zeit lebte nun dieser Plautian, der aus unbedeutenden Verhältnissen zu einem der mächtigsten Männer des Reiches aufsteigen konnte (7)? In nicht ferner Vergangenheit lag die sog. „Blütezeit des 2. Jh.“, in der der Prinzipat durch das Adoptivkaisertum scheinbar die endgültige Lösung für ein dauerhaftes und stabiles Fortbestehen des römischen Staates gefunden hatte. Von Trajan (98-117) bis Commodus (180-192) regierten nur sechs Kaiser, und bis auf Commodus am Ende dieser Epoche starben alle eines natürlichen Todes.
In der Zeit, in der Plautian seine Karriere machte, kündigten sich die Entwicklungen des 3. Jh. bereits verstärkt an: die Zunahme von inneren und äußeren Krisen und vor allem die zunehmende Hilflosigkeit der Regierung ihnen gegenüber. In unserem Zusammenhang wichtig ist jedoch, daß keine allgemein akzeptierte und über einen längeren Zeitraum Kontinuität versprechende Führungsspitze mehr existierte. Die alte Ordnung der Vormachtstellung Italiens machte einer immer mehr zunehmenden Bedeutung der Provinzen und vor allem der wegen der aggressiven äußeren Feinde so bedeutsam gewordenen Grenzheere Platz. Die dadurch bedingte Dezentralisierung förderte die Aufspaltung der einzelnen Reichsgebiete unter der Wahrung ihrer Sonderinteressen, und der Verfall der Zentrale Rom begünstigte den Aufstieg einzelner Persönlichkeiten, die – ähnlich der Situation am Ende der Republik – sich dynamisch in einem von Kämpfen und Intrigen charakterisierten Wettstreit an die Macht brachten und genauso schnell wieder verschwanden. Die normale Todesursache für einen Machtpolitiker dieser Zeit war die Ermordung, was z. B. die sehr hohe Zahl der Kaiser im 3. Jh. nach sich zog.
Diese Ursurpatoren und Kaiser brauchten natürlich auch ihre Helfer, die dann, wie im Falle des Plautian, allein aufgrund ihrer Fähigkeiten eine steile Karriere machen konnten. Die politische Unsicherheit dieser Zeit trug also wesentlich zum Aufstieg wie auch später zum Fall dieses Mannes bei. 

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II. 3. Herkunft und Laufbahn des C. Fulvius Plautianus

Über den ersten Lebensabschnitt dieses Mannes, der später so einflußreich werden sollte, wissen wir nicht viel.
Er soll  in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und ebenso wie Severus in Afrika geboren worden sein (8). Wahrscheinlich stammte er sogar ebenfalls aus Leptis Magna, da man dort eine Ehreninschrift für seine Tochter Plautilla gefunden hat (9). Auf die Frage der Verwandschaft mit Severus, die nach einigen Forschern womöglich bestand, gehe ich in Kapitel 4 ein.
Weiterhin berichtet Herodian an derselben Stelle, daß „manche behaupteten, er sei sogar wegen Aufruhrs und vieler anderer Vergehen verbannt gewesen“. Nähere Angaben macht er nicht, doch könnte es laut Birley (10) sein, daß Plautian mit einem gewissen Fluvius identisch ist, der von Pertinax als Prokonsul von Africa 188 oder 189 wegen schwerer Vergehen verurteilt worden war, später jedoch aus Gunsterweisung gegenüber Severus einen wichtigen Posten bekommen hatte (11). Da jedoch aus den Quellen keine weiteren Informationen über die Jugend und frühe Karriere des Plautian zu entnehmen sind, bleibt dieser Abschnitt im Leben des Gardepräfekten dunkel und schemenhaft.
Das erste Mal tritt Plautian dann im Bürgerkrieg zwischen Septimius Severus und Pescennius Niger in Erscheinung. Er erhält von Severus den Auftrag, die Söhne dessen Rivalen Niger gefangenzunehmen, den Plautian auch ausführt (12). 
Herodian berichtet, daß Severus Plautian mit Reichtümern beschenkte und ihm den konfiszierten Besitz zurückerstattete (13). Dies könnte so gemeint sein, daß Plautian sich mit dem Besitz der Geächteten bereichern durfte.
Auch an anderen Stellen wird erwähnt, daß sich Plautian für die Verfolgung der Gegner des Severus einsetzte: Noch während des Partherkrieges riet er dem Kaiser, die Anhänger des Niger zu verfolgen (14), und es wird sogar ausdrücklich erwähnt, daß Plautian den Kaiser, mit der  Absicht  der  Bereicherung  durch  Proskriptionen in seinem Sinne beeinflußt hat (15). Diese 
Informationen entnehmen wir zwar der H. A., d. h. man sollte in Bezug auf ihren Wahrheitsgehalt sehr vorsichtig sein, jedoch zeigt vor allem die letzte Stelle, daß die Praxis, sich durch Proskriptionslisten zu Lasten der politischen Gegner zu bereichern, damals eine gängige Methode der Politik war. So dürfte auch Plautians Interesse am Ausschalten der Gegner des Severus durchaus finanzielle Absichten als Hintergrund gehabt haben. Dies könnte ein wesentlicher Grundstein für seine spätere Macht gewesen sein.
Im Jahre 195 bekleidete er wahrscheinlich das Amt des praefectus vigilum, er war also zuständig für den Brandschutz in der Stadt Rom (16). 
Vielleicht war er auch praefectus vehiculorum und procurator XX hereditatium, falls es sein Name war, der auf einer Inschrift getilgt wurde, die man in Nordafrika gefunden hat und durch die Namen der Ehrenden, Fulvius bzw. Fulvia, auf Plautian hindeuten könnte (17). Der praefectus vehiculorum war ein Verwaltungsamt innerhalb der ritterlichen Laufbahn der Kaiserzeit und bezeichnete die Zuständigkeit für das öffentliche Post- und Straßensystem, während der procurator XX hereditatium, ebenfalls ein ritterlicher Beamter, mit Erbschaftsangelegenheiten betraut war. 
Bis zu diesem Zeitpunkt erscheint Plautian nur als Handlanger des Severus bzw. als relativ durchschnittlicher Angehöriger des Ritterstandes, der die typischen Ämter des ritterlichen cursus honorum durchläuft.
Bis zum 1. Januar 197 wurde Plautian dann jedoch zum praefectus praetorio ernannt (18). Er muß besonderen Wert auf dieses Amt gelegt haben, denn um alleiniger Kommandant der Prätorianergarde zu sein, ließ er seinen Amtskollegen Aemilius Saturninus umbringen (19).
Bereits zum 1. April 200 wird er in die Weihungen für die kaiserliche Familie aufgenommen, also war er wohl schon zu diesem Zeitpunkt mehr als nur einer von zwei Gardepräfekten (20).
Doch sein Wunsch auf die Kontrolle der Garde ging noch weiter, denn er wollte nicht nur einziger, sondern auch ständiger praefectus praetorio sein (21). Offensichtlich sah er dieses Amt als geeignet an, seine Machtposition zu festigen und weiterhin auszubauen.
Doch der Mann, der bisher nur ritterliche Ämter bekleidet hatte, wurde auch in den Stand der Senatoren aufgenommen. Wie auf verschiedenen Inschriften zu lesen ist, erhielt er die ornamenta consularia. Er wird clarissimus vir genannt, also mit dem Ehrentitel der Senatoren und senatorischen Beamten bezeichnet. Erhielt ein Nicht-Senator die ornamenta, bedeutete dies eine kaiserliche Gunsterweisung, die nach außen hin den angemessenen senatorischen Status verlieh, ohne den Geehrten wirklich in den Senat aufzunehmen. Diese Ehre wurde Prätorianerpräfekten zwar noch oft zuteil; schließlich wird er jedoch auch völlig in den Senat aufgenommen, indem er zusammen mit P. Septimius Geta, dem Bruder des Severus, zum Konsul ernannt wird (22). Dies geschah im Jahr 203, wie wir den Konsullisten entnehmen können (23). Er bezeichnete sich dabei als consul iterum, da er vormals ja bereits die ornamenta consularia erhalten hatte und so sein erstes Konsulat als zweites führen konnte (24).
Bei Cassius Dio lesen wir an der angegebenen Stelle, daß diese Praxis seit den Tagen des Augustus unüblich gewesen war, was erneut die Bedeutung des Plautian zu seiner Zeit herausstreicht.
Weiterhin bekleidete er auch noch ein Priesteramt, er war pontifex (25). Damit gehörte er der obersten Sakralbehörde an, die die Aufgabe hatte, die Einhaltung aller rituellen Vorschriften im öffentlichen und privaten Kult zu überwachen und außerdem als Gutachter bei religiösen Fragen und Problemen - dazu gehörten Dedikationen, Gebete, Gelübde, Opfer, Grabdienst, Sühnung usw. - diente. Dies bedeutete auf der einen Seite natürlich staatsrechtlich und gesellschaftlich gesehen eine Aufwertung der eigenen Stellung, auf der anderen Seite erfolgte damit jedoch auch eine zusätzliche Bindung an den princeps Septimius Severus, der in dieser Funktion ja auch der oberste Priester, der pontifex maximus, war.
Dazu kam noch der Titel eines comes (26). Der Titel comes bezeichnet ursprünglich jemanden, der den oder die Kaiser auf ihren Feldzügen begleitete. Er wurde jedoch im Laufe der Kaiserzeit zum bloßen Ehrentitel. Daß jedoch Plautian tatsächlich den Kaiser auf seinem Partherfeldzug begleitete, zeigen die Weiheinschriften für die Rückkehr der Kaiser, der Kaiserin und des Plautian (27). Er muß sie also begleitet haben. Dies war auch nur gut für ihn, denn so war er auch in unmittelbarer Nähe der Herrscher, wenn sie nicht in Rom waren (was bei Severus durch die Bürgerkriege und die Auseinandersetzungen im Osten des Reiches oft der Fall war).
Er wird auch nobilissimus praefectus praetorio genannt (28). Dies ist ungewöhnlich, denn erst ab Geta wurde dieser Rangtitel zum regelmäßig verwendeten Attribut der caesares, während er vorher nur vereinzelt gebraucht wurde. Sollte es ein Zufall sein, daß Plautian einen Titel erhält, den kurze Zeit später, noch unter dem selben Herrscher, auch die Thronanwärter erhalten? Hierzu könnte auch die Aussage von Cassius Dio passen, Severus habe sich Plautian als Nachfolger gewünscht (29). Ob dies nun den Tatsachen entspricht oder nicht, auf jeden Fall wird durch diesen Titel die besondere Stellung des Plautian nochmals unterstrichen.
Bei der Betrachtung der Karriere des Plautian müssen nun einige Punkte hervorgehoben werden. Er begann sie als typischer Vertreter des Ritterstandes, begünstigt jedoch durch sein enges Verhältnis zu Severus. Seine ritterliche Karriere gipfelte schließlich in dem Posten des Präfekten der Leibgarde des Kaisers. Doch Plautian schlug auch noch eine zweite Karriere, die des senatorischen Standes, ein. So kommt es, daß er in einer Person gleichzeitig zwei sehr hohe Ämter der beiden Laufbahnen auf sich vereinte, nämlich das Konsulat und eben die Prätorianerpräfektur. Dies dürfte wesentlich zu seiner Unbeliebtheit beigetragen haben, war das Verhältnis der beiden Stände zueinander doch häufig von Gegensätzen und Rivalitäten gekennzeichnet. Diese Machtkombination war darüber hinaus auch nicht rechtens (30) und könnte so eventuell auch die Meinung eines Senators wie Cassius Dio beeinflußt haben, der im rasanten Aufstieg eines solchen Ritters durchaus auch Gefahren für sich und seinesgleichen gesehen haben könnte. 

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II. 4. Die Verbindungen zum Kaiserhaus und die Persönlichkeit des Plautian in den schriftlichen Quellen

Nicht nur über die offizielle Karriere des Plautian erfahren wir etwas aus den Quellen, auch über seine Charakterzüge und Beziehungen zu den Angehörigen des Herrscherhauses erhalten wir mehr oder weniger glaubwürdige Informationen.
In den Quellen wird er als Landsmann des Severus bezeichnet (31). Da die Mutter des Severus eine Fulvia war, also den gleichen Gentilnamen wie C. Fulvius Plautianus besaß, nahmen einige Forscher an, Severus und Plautian könnten von Haus aus verwandt sein (32). Jedoch ist dies sicherlich äußerst unsicher, wenn auch nicht unmöglich, da dieser Name weit verbreitet war (33). Hinzu kommt noch, daß er die Bezeichnungen necessarius und adfinis erst erhielt, als seine Tochter bereits Caracalla, den Sohn des Severus, geheiratet hatte und er damit wirklich mit dem Kaiserhaus verschwägert war (34).
Die Bemerkung des Herodian, Severus und Plautian hätten in jungen Jahren ein Liebesverhältnis miteinander gehabt (35), ist ebenso möglich, nicht jedoch wahrscheinlich oder gar sicher. In der Antike wäre ein solches homosexuelles Verhältnis ohnehin nichts Außergewöhnliches gewesen, man denke nur an Hadrian und seinen Geliebten Antinous. Allerdings kann man wohl davon ausgehen, daß die beiden schon früh freundschaftlich verbunden waren, da Plautians erster erwähnter Auftrag, die Gefangennahme der Kinder des Niger, in dieser kritischen Phase der Prätendentenkämpfe sicherlich ein Vertrauensverhältnis voraussetzte und so ein vorhergehendes längeres Verhältnis der beiden zueinander impliziert.
Eine wirklich enge Bindung an das Kaiserhaus erfolgte dann durch die Hochzeit von Severus` Sohn Bassianus mit Plautians Tochter Fulvia Plautilla, die während der Zehnjahresfeiern zum Regierungsantritt des Severus stattfand (36). Genauer läßt sich das Ereignis auf die Zeit zwischen den 10. Dezember 201 (Beginn der Dezennalien) und den 17. September 202 (Erwähnung der Plautilla als Augusta auf einer Inschrift [37]) datieren (38). Erstaunlich ist hierbei, daß sich nach Cassius Dio nicht Plautian um diese Verbindung bemühte, sondern Severus selbst sie wünschte (39). Spätestens jetzt ist Plautian necessarius Augustorum, also ein Verwandter der Kaiser (40).
Zusammen mit den diversen anderen Titeln und Ämtern dürfte dies der Höhepunkt der Macht des Plautian gewesen sein. 
Anders als die wohl überaus gute Beziehung zum Kaiser selbst war sein Verhältnis zum Rest des Herrscherhauses. Bassianus (Caracalla) muß ihm gegenüber eine tiefe Abneigung oder gar Haß empfunden haben; auch Plautians Tochter, mit der er ja – wohl gezwungenermaßen - vermählt war, brachte er offene Feindseligkeit gegenüber (41). Auch der Bruder des Severus, P. Septimius Geta, der zusammen mit Plautian Konsul gewesen war und ansonsten in den Quellen kaum erwähnt wird, hat laut Cassius Dio noch auf dem Totenbett seinem Bruder die Augen über den verhaßten Mann geöffnet. Dies tat er erst zu diesem Zeitpunkt, da er nun den Prätorianerpräfekten nicht mehr zu fürchten brauchte. Immerhin war er der Bruder des Kaisers – dies sagt einiges über Plautians Machtfülle aus (42). Auch die Beziehungen zu Severus` Frau Julia Domna waren nicht besser, und auch ihr gegenüber konnte er sich – zumindest nach Dio – schlechtes Verhalten herausnehmen (43). Aus den schriftlichen Quellen wird also sehr deutlich, daß sich Plautian mit seinem Verhalten und seinem großen Einfluß mehr als einen Feind am Hof gemacht hat.
Vor allem Cassius Dio entwirft nämlich das Bild des Plautian als übermächtigem Mann, der sogar noch über dem Kaiser stand und von ihm auch nicht in seine Schranken gewiesen wurde, so daß es den Anschein hat, Plautian habe in der Tat großen Einfluß auf Severus ausgeübt (44). Um dies zu verdeutlichen, erzählt er mehrere Anekdoten, die exemplarisch für die Anmaßung des Gardepräfekten, sich über seinen Kaiser zu stellen, stehen sollen (45).
Ähnlich verhält es sich mit der Darstellung der persönlichen Charakterzüge des Plautian, die ebenfalls Cassius Dio am ausführlichsten darstellt. Hier – wie kürzer auch bei Herodian – wird der Mann vor allem als grausam (46), machthungrig (47) und skrupellos (48) charakterisiert. Auch hier erzählt Dio wieder einige Anekdoten, so etwa den Raub der heiligen Pferde (49) oder die Kastrierung einhundert vornehmer Römer (50).
Zur Darstellung bei Herodian ist noch zu sagen, daß dieser Historiker die Prätorianerpräfekten fast ausnahmslos alle negativ darstellt, da sie seiner Meinung nach eine Gefahr für den Prinzipat bedeuten. So drängt sich hier besonders der Verdacht einer generalisierenden Darstellung auf, die mit der Realität nicht mehr viel gemein hat (51). 
Auch der Privatmann Plautian kommt nicht besser weg. Erneut ist es Cassius Dio, der ihn als maßlos ausschweifend, verfressen und lüstern beschreibt (52).
Insgesamt ist es sehr auffällig, daß die Einzelheiten über den Privatmenschen Plautian fast ausschließlich von Cassius Dio berichtet werden, und dies ohne Ausnahme in sehr negativer 
Form. Einiges davon mag sicher wahr sein bzw. einen wahren Kern besitzen, vieles entstammt jedoch mit Sicherheit der Propaganda der Severer, der Dio als Zeitzeuge besonders intensiv ausgesetzt war, und die er auch bereitwillig aufgenommen hat. Meiner Meinung nach wird aus den Berichten des Historikers trotzdem eine Sache, die sehr wichtig für das Ende des Plautian werden sollte, deutlich: Seine zu große Macht und sein Verhalten, das ihn erst in diese Position gebracht hat, haben ihm unter den Mächtigen des Reiches viele Feinde eingebracht. Da diese sicherlich genauso gewissenlos gegen ihre Gegner vorgingen wie er selbst, war sein Sturz nur noch eine Frage der Zeit.

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II. 5. Der Sturz des Plautian

Das Ende des mächtigen Plautian wirft für die Forschung mehr als ein Problem auf.
Eine erste Trübung der Verhältnisse trat ein, als Severus die Macht des Gardepräfekten beschneiden wollte. Nach Cassius Dio ließ er einige von Plautians Bildnissen, die in zu großer Zahl angefertigt worden waren, einschmelzen (53). In der Historia Augusta lesen wir, daß Severus über das Verhalten seines Freundes empört war, besonders darüber, daß dieser sein Standbild unter denen der Angehörigen des Kaisers aufgestellt hatte. Er erklärte ihn zum Staatsfeind und ließ einige seiner Standbilder einschmelzen (54). Bei Herodian hingegen finden wir nur die kurze Anmerkung, daß Severus dem Plautian etwas von seiner Macht wieder nehmen und ihn in seine Schranken weisen wollte (55). Den Berichten bei Dio und in der H. A. ist gemein, daß in beiden eine Aussöhnung zwischen Kaiser und Präfekt nach den Unstimmigkeiten stattfindet, in deren Folge diejenigen, die in zu großem Eifer den Sturz des mächtigen Mannes angenommen und gegen sein Andenken vorgegangen waren, bestraft wurden (56). Über die genaue zeitliche Einordnung dieser Ereignisse und deren genauen Ablauf gibt es unterschiedliche Meinungen (57); ich denke jedoch, daß die Bande zwischen Severus und Plautian zuvor so eng waren, daß Dios Version vom Einschmelzen einiger Statuen am glaubwürdigsten ist, während Plautian sicherlich nicht zum Staatsfeind erklärt, rehabilitiert und dann umgebracht wurde, wie in der H. A. zu lesen ist. 
Das tatsächliche Ende des mächtigen Präfekten erfolgte in Form einer Palastintrige im Jahr 205, nach Meinung der Forschung am 22. Januar. Als Quellen hierzu dienen uns vor allem die Berichte der Historiker Cassius Dio und Herodian (58). Allerdings liefern sie zwei widersprüchliche Versionen: Bei Cassius Dio fällt Plautian einer Verschwörung des Bassianus (Caracalla) zum Opfer, der einen scheinbaren Attentatsversuch des Gardepräfekten am Kaiser fingierte und ihn so dem Tode weihte. Herodian hingegen läßt Plautian in der Tat nach der Kaiserwürde streben. Sein Mordversuch an den Kaisern scheitert jedoch, und so hat er auch hier sein Leben verwirkt. Welcher Version hier der Vorzug zu geben ist, wurde in der Forschung ebenfalls heftig diskutiert (59), jedoch nimmt heute die communis opinio Cassius Dio als glaubwürdiger an (60). Sicher ist jedoch, daß er nach seinem Tod der damnatio memoriae anheimfiel; sein Name wurde auf den Inschriften getilgt und sein Andenken ausgelöscht.
Ich denke, wichtig ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, daß Plautian durch eine Palastintrige ums Leben kam, sei es, weil seine eigene fehlschlug oder weil er der eines anderen zum Opfer fiel. Er starb nicht in Ausübung seiner Pflicht oder eines natürlichen Todes, sondern in einer Art und Weise, die ab den Wirren um die Nachfolge des Commodus immer mehr der Mächtigsten und der Leute in ihren Gefolgen ereilte, und die für das 3. Jh. geradezu typisch werden sollte. Er war im Verlauf seiner eigenen Karriere ebenso konsequent im Verfolgen seiner Ziele und skrupellos in der Wahl seiner Mittel gewesen und reihte sich damit vollkommen in die Elite der damaligen Machtpolitiker ein. Da ist es nur nachvollziehbar, daß er auch deren übliches Ende teilte. So wie vor ihm die Gardepräfekten Perennis und Laetus, wie Commodus, Pertinax und Didius Julianus, wie Niger und Albinus, und wie nach ihm Geta und Caracalla hatte auch er irgendwann den Zenit seiner Macht überschritten und unterlag im „Spiel“ um die Macht einem seiner Rivalen. War seine Karriere typisch für seine Zeit gewesen, war es sein Tod also auch.

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III. Zusammenfassung

Meiner Meinung nach läßt sich das Phänomen Plautian nur dann erklären, wenn man möglichst umfassend die verschiedenen Aspekte beachtet, die ihn zu dem machten, was er war, nämlich ein in der Tat sehr mächtiger, aber auch ungeliebter und gehaßter Mann.
Sehr geschickt nutzte er das Amt des Kommandanten der Leibwache des Kaisers, um seine Machtposition zu festigen und weiter auszubauen. Ihm war mit Sicherheit klar, daß diese Stellung ihm großen Einfluß sicherte, wie es zuvor ja schon so oft geschehen war.
Dann spielten die Umstände der Zeit eine große Rolle. In den geordneten Verhältnissen des 2. Jh. n. Chr. hätte es ein Mann wie Plautian sicherlich schwerer gehabt, sich so vollständig durchzusetzen. Die politische Instabilität der Wende vom 2. zum 3. Jh. und der darauffolgenden Zeit kam Männern wie ihm, die skrupellos ihre Vorteile nutzten und sich nicht oder kaum um rechtliche oder moralische Hindernisse kümmerten, sehr entgegen. So konnte er im Windschatten seines Herrn Severus, der in dieser Hinsicht kaum besser war, seine Stärken ausspielen und konsequent seinen Weg über Intrigen und politische Kämpfe verfolgen.
Dieser Weg bestand darin, seine guten Beziehungen zum Kaiser auszunutzen und sich möglichst eng an ihn und seine Familie zu binden, aber vor allem auch in der Ansammlung von Ämtern und Titeln, da ein reines Verlassen auf die Gunst eines Kaisers, der genauso skrupellos sein konnte wie Plautian selbst, eine trügerische Sicherheit sein konnte. Er hat das gewußt, und damit zeigt er ein großes Verständnis der Verhältnisse in der damaligen Politik. All dies nützte ihm jedoch schließlich wenig, als er sein Ende durch eine Palastintrige fand. Aber auch dies gehörte zu den Gesetzen der Machtpolitik in jener Zeit. Er war lange erfolgreich gewesen und mußte irgendwann einfach einem seiner Gegenspieler unterliegen.
Abschließend bleibt aus meiner Sicht noch zu sagen, daß die Karriere des Plautian sicherlich nicht so außergewöhnlich war und seine Person so negativ zu sehen ist wie bei den antiken Historikern und manchmal auch der modernen Forschungsliteratur dargestellt. Er war vielleicht etwas geschickter und erfolgreicher als die meisten anderen, aber ansonsten scheint er mir ein Mann gewesen zu sein, der eben die Mittel einsetzte, die nötig waren, um erfolgreich zu sein, und demzufolge unterschied er sich eigentlich nicht so sehr von seinen Zeitgenossen. Unglücklicherweise (für ihn) unterlag er jedoch im Intrigenspiel in der Umgebung des Kaisers und fiel dadurch einer sehr negativen und wertenden „Berichterstattung“ der zeitgenössischen Geschichtsschreiber zum Opfer. Diese entwarfen ein komplexes Bild von ihm, daß sicherlich in ähnlicher Form für viele andere Wettkämpfer um die Macht genauso hätten gelten können. 
Er kam aus dem politischen Nichts und verschwand dort auch wieder, nachdem sein Name und sein Andenken getilgt und später auch seine Familie vom neuen  – jedoch auch wieder nur kurzzeitigen – Machthaber Caracalla ermordet worden waren. Doch sollte er im weiteren Verlauf der Geschichte des Römischen Reiches noch so manchen würdigen Nachfolger finden. 

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Anmerkungen:

(1) Hasebroek 1921, 130 f.
(2) Hohl 1956, 43.
(3) Allgemein zum Folgenden siehe: Durry 1938; Passerini 1965.
(4) Le Bohec 1993, 20 f., 110.
(5) Durry 1954, 1608-1610.
(6) Enßlin 1954, 2407-2414.
(7) Allgemein zum Folgenden siehe: Christ 1994, 181-186.
(8) Herodian. 3, 10, 6.
(9) RA 8, 1906, 206, 34.
(10) Birley1988, 221.
(11) Cass. Dio 73, 15, 4.
(12) H. A. Pesc. 5, 2; H. A. Sev. 6, 10.
(13) Herodian. 3, 10, 6.
(14) H. A. Sev. 15, 4.
(15) H. A. Geta 4, 4.
(16) CIL XIV Suppl. 4380; Birley 221.
(17) IRT 572; Birley 221.
(18) AE 1935, 156; Herodian. 3, 10, 5; Cass. Dio 75, 14, 1.
(19) Cass. Dio 75, 14, 2; Herodian. 3, 13, 1.
(20) CIL VI 225.
(21) Cass. Dio 75, 14, 2.
(22) Cass. Dio 75, 15, 2.
(23) Deißmann 1990,118.
(24) Cass. Dio 45, 4; Herodian. 3, 11, 2.
(25) ILS 456.
(26) Ebenda.
(27) CIL VI 226; CIL VI 227.
(28) ILS 456.
(29) Cass. Dio, 75, 15, 2.
(30) Howe 1966, 43.
(31) Herodian. 3, 10, 6.
(32) Hasebroek 1921, 2.
(33) Platnauer 1965, 130.
(34) ILS 456; Stein 1954, 271.
(35) Herodian. 3, 10, 6.
(36) Cass. Dio 76, 1, 2.
(37) CIL VI 226.
(38) Stein 1954, 273.
(39) Cass. Dio 75, 15, 2.
(40) ILS 456.
(41) Cass. Dio 76, 3, 1; Herodian. 3, 10, 8.
(42) Cass. Dio 76, 2, 4.
(43) Cass. Dio 75, 15, 6.
(44) Cass. Dio 75, 15, 1.
(45) Cass. Dio 75, 15, 3-5.
(46) Herodian. 3, 10, 7.
(47) Cass. Dio 75, 14, 3.
(48) Cass. Dio 75, 14, 1.
(49) Cass. Dio 75, 14, 3.
(50) Cass. Dio 75, 14, 4-5.
(51) Alföldy 1989, 211.
(52) Cass. Dio 75, 15, 7.
(53) Cass. Dio 75, 16, 2.
(54) H. A. Sev. 14, 5.
(55) Herodian. 3, 11, 3.
(56) Cass. Dio 75, 16, 2; H. A. Sev. 14, 8.
(57) Judeich 1927, 63-69; Hasebroek 1921, 109, 131-132; Birley 1988, 154.
(58) Cass. Dio 76, 3, 1-76, 4, 5; Herodian. 3, 11, 4-3, 12, 12.
(59) E. Hohl 1956; van Norren 1953, 147.
(60) Hasebroek 1921, 136-138; Platnauer 1965, 132-133.

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Literaturverzeichnis:
 

1. Quelleneditionen

A. Antike Autoren

Cassius Dio, Römische Geschichte, übers. v. O. Veh, Die Bibliothek der Alten Welt, Zürich/München 1987. 

Herodian, Geschichte des Kaisertums nach Marc Aurel, griechisch u. deutsch, m. Einleitung, Anmerkungen u. Namenindex v. F. L. Müller, Stuttgart 1996.

Scriptores Historiae Augustae I, Leipzig 1927, ND (cum addendis ad Vol. I et II) 1955.

B. Inschriften

L´Année Épigraphique. Revue des Publications Épigraphiques Relatives à l`Antiquité Romaine, Année 1935, par A. Merlin, Paris 1936.

Corpus Inscriptionum Latinarum VI 1: Inscriptiones Urbis Romanae Latinae, ed. E. Bormann et G. Henzen, Berlin 1876.

Corpus Inscriptionum Latinarum XIV Suppl.: Inscriptiones Latii Veteris Latinae, ed. L. Wickert, Berlin 1930.

The Inscriptions of Roman Tripolitania, ed. J. M. Reynolds a. J. B. Ward Perkins, London.

Inscriptiones Latinae Selectae I, ed. H. Dessau, Berlin 1892.

Revue Archéologique 8, 1906.
 

2. Forschungsliteratur

Alföldy 1989 : Alföldy, G., Die Krise des Römischen Reiches. Geschichte, Geschichtsschreibung und Geschichtsbetrachtung, (Heidelberger Althistorische Beiträge und Epigraphische Studien; 5) Stuttgart 1989.

Birley 1988 : Birley, A. R., The African Emperor: Septimius Severus, London 1988.

Le Bohec 1993 : Le Bohec, Y., Die Römische Armee. Von Augustus zu Konstantin dem Großen, Stuttgart 1993.

Christ 1994 : Christ, K., Die Römer. Eine Einführung in ihre Geschichte und Zivilisation, (C. H. Beck. Studium), München 31994.

Deißmann 1990 : Deißmann, M., (Hrsg.), Daten zur antiken Chronologie und Geschichte, (Universal-Bibliothek; 8628 [3]) Stuttgart 1990.

Durry 1938 : Durry, M., Les cohortes pretoriennes, Paris 1938.

Durry 1954 : Durry, M., Praetoriae Cohortes: RE XXII 2, 1954, 1607-1634.

Enßlin 1954 : Enßlin, W., Praefectus praetorio: RE XXII 2, 1954, 2391-2502.

Hasebroek 1921: Hasebroek, J., Untersuchungen zur Geschichte des Kaisers Septimius Severus, Heidelberg 1921.

Hohl 1956 : Hohl, E., Herodian und der Sturz Plautians, (Sitzungsberichte der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Klasse für Gesellschaftswissenschaften; 1956, 2) Berlin 1956.

Howe 1966 : Howe, L. L., The Pretorian Prefect from Commodus to Diocletian (A. D. 180-305), Chicago 1942, ND (Studia Historica; 31) Roma 1966.

Judeich 1927 : Judeich, W., Plautianus und Severus, in: Festschrift für A. Cartellieri, Weimar 1927, 63-71.

van Norren 1953: van Norren, J., Plautianus. Commandant van de Lijfwacht van Keizer Septimius Severus, Diss. Hilversum 1953.

Passerini 1965 : Passerini, A., Le Coorti Pretorie, (Studi Publicati dall´Istituto Italiano per la Storia Antica) Roma 1965. 

Platnauer 1965 : Platnauer, M., The Life and the Reign of the Emperor Lucius Septimius Severus, (Studia Historica; 18) Roma 1965.

Stein 1954 : Stein, A., Fulvius 101: RE XXII 2, 1954, 270-278.


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